Gebühr für alle bringt deutschen Anstalten 190 Millionen Euro mehr im Jahr

23. Mai 2014, 13:55
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Sender generierten im Jahr 2013 7,68 Millarden Euro durch Rundfunkbeitrag

7,68 Milliarden Euro nahmen im Jahr 2013 Deutschlands öffentliche-rechtliche Senderanstalten durch den Rundfunkbeitrag ein. Das geht aus dem Bericht hervor, der von ARD und ZDF Ende April an die deutschen Landtage ging, veröffentlicht wurden die Zahlen auf der Seite "Funkkorrespondenz".

Erstmals transparent wurden die Mehreinnahmen, die im Zuge des neuen Finanzierungsmodells anfallen. In Deutschland wurde 2013 statt der gerätebezogenen Rundfunkgebühr eine generelle Haushaltsabgabe eingeführt. Dadurch stiegen die jährlichen Beitragseinnahmen gleich um rund 190 Millionen Euro (plus 2,5 Prozent). Haushalte müssen in Deutschland pro Monat rund 18 Euro zahlen.

Im kommenden Jahr wird der Rundfunkbeitrag gesenkt - um 48 Cent auf dann 17,50 Euro monatlich. Innerhalb der letzten vierjährigen Gebührenperiode (2009 bis 2012) waren die Einnahmen aus der Rundfunkgebühr kontinuierlich gesunken.

Der ORF nimmt derzeit insgesamt rund  615 Millionen Euro aus Gebühren ein. Die Schwarzseherquote liegt in Österreich bei rund 2 bis 2,5 Prozent und damit relativ niedrig - aber exakt in der Größenordnung der Mehreinnahmen in Deutschland. (red, derStandard.at, 23.5.2014)

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