Video: Wo die wilden Zecken wohnen

23. Mai 2014, 14:13
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Was Sie schon immer über Zecken wissen wollen, wie sie stechen und wo sie wohnen, erklärt Parasitologe Georg Duscher

Sie beißen nicht, sie stechen! Mit den frühsommerlichen Temperaturen steigt die Wahrscheinlichkeit einer FSME-Infektion. Männer (60 Prozent) sind häufiger betroffen als Frauen, das Risiko einer Infektion steigt ab einem Alter von 45 Jahren und erreicht seinen Gipfel mit 65.

Doch bei einem Stich keine Panik: Nicht jede Zecke ist von einem Virus befallen. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion bei einem Zeckenbiss liegt bei 1: 50 bis 1: 100.

Die Zahl der Erkrankungen in Österreich schwankt stark: Im Jahr 2010 waren es 63 Fälle, 2011 hingegen 113. Im Jahr 2012 sank die Zahl auf 52 Fälle, 2013 waren es 98.

Es gibt ein West-Ost-Gefälle (siehe APA-Karte). Für etwa jeden 100. der an einer Infektion Erkrankten endet die Erkrankung tödlich.

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Was tun bei einem Zeckenbiss? Rasch reagieren! Der FSME-Erreger sitzt in den Speicheldrüsen der Zecke und wird beim Biss sofort übertragen. Die Borrelien befinden sich jedoch im Magen-Darm-Trakt der Zecke, die Übertragung passiert erst nach zwölf bis 24 Stunden.

Deswegen ist es am besten, das geeignete Hilfsmittel wie Zeckenzange, Pinzette, Zeckenkarte oder -lasso aus der Apotheke bei Ausflügen ins Grüne immer bei sich zu haben.

Schnell weg damit

Die Zecke hautnah, langsam und kontrolliert entfernen, nicht quetschen, nicht drehen. Keine Flüssigkeiten wie Öl, Nagellackentferner oder Alkohol verwenden!

Nach der Entfernung die Stelle desinfizieren und den Körper nach weiteren Zecken absuchen. Bei anhaltender Rötung, Schwellung oder Schmerzen einen Arzt aufsuchen.

Wie Zecken stechen, zeigt folgendes Video:

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Abschreckung in Zeitlupe: Die Zecke in Aktion.

Die FSME-Impfung bietet keinen Schutz vor Borreliose. Wenn sich ein roter Ring an der Zeckeneinstichstelle bildet, also den Arzt aufsuchen. (Tanja Paar, derStandard.at, 23.5.2014)

  • In Wald und Flur wohnt der gemeine Holzbock und befällt Mensch und Tier.
    foto: apa

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  • Hochrisikogebiete sind die Steiermark und Oberösterreich.
    foto: apa

    Hochrisikogebiete sind die Steiermark und Oberösterreich.

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