"Österreich Blick": Lieber "Wohlfühlen" als Politik

23. Mai 2014, 13:04
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Eva Pölzl moderiert TV-Magazin der Regionalsender ab 27. Juni freitags 20 Uhr - Kotlowski: "Wohlfühlen und Politik gehen nicht immer Hand in Hand"

Wien - Österreich bekommt ein neues, landesweit zu sehendes TV-Magazin: Die in der Vermarktungsplattform R9 zusammengeschlossenen regionalen Fernsehsender machen ab 27. Juni für "Österreich Blick" gemeinsame Sache, derStandard.at berichtet bereits darüber. Moderiert wird das halbstündige Format von Eva Pölzl. Das Motto dabei laute: "Die glaubwürdige Nische ist die neue Norm in der Medienwelt", so R9-Geschäftsführer Marcin Kotlowski.

Er präsentierte am Freitag gemeinsam mit Pölzl und Niko Pelinka, Managing Director der Kobza Media Gruppe, erste Eckpunkte zum neuen Projekt. Drei bis fünf Beiträge werden für das Magazin von den einzelnen Regionalsendern angeliefert, die ihnen jeweils zum selben Betrag abgegolten werden. Danach treffe man eine Auswahl, um eine inhaltliche Linie zu entwickeln und "die wichtigsten Themen der Woche in der Region" abzubilden, so Kotlowski. Im Fokus stünden dabei regionale Ereignisse von überregionaler Bedeutung, beispielsweise die Salzburger Festspiele oder das Donauinselfest.

"Service- und Wohlfühlformat"

Als Nachrichtenmagazin im engeren Sinne wollte der R9-Geschäftsführer das Vorhaben aber nicht verstanden wissen. "Wir sehen es als Service- und Wohlfühlformat." Was Politik als Magazingegenstand aber keinesfalls per se ausschließe. Aber: "Wohlfühlen und Politik gehen nicht immer Hand in Hand in diesen Tagen."

Neben der Erstausstrahlung jeden Freitag um 20 Uhr folgen zwei Wiederholungen (samstags und sonntags jeweils um 10 Uhr), wobei zwei einminütige Werbeblöcke geplant sind. Die Einigung auf die Ausstrahlungstermine sei zwar nicht ganz einfach gewesen, man wolle Zuschauern wie Werbekunden aber jedenfalls "Verlässlichkeit und Disziplin" bieten.

Das unterstrich auch Pelinka. Aus seiner Sicht biete "Österreich Blick" auf regionaler Ebene "erstmalig Werbeinseln in einem einheitlichen und qualitativ abgesicherten Programmumfeld". Damit verbinde man "Regionalität mit einer überregionalen Planbarkeit". Pölzl wiederum bezeichnete das Projekt als "Pionierarbeit". Darüber hinaus hat die Moderatorin bereits Erfahrung am Regional-TV-Sektor gesammelt, war sie doch 1996 Teil des Gründungsteams des oberösterreichischen Regionalsenders WT1. Ihre redaktionelle Tätigkeit für den ORF werde sie neben dem Engagement bei R9 fortführen.

Sender aus allen Bundesländern

Die Fernseh- und Contentvermarktungsplattform, die seit vergangenem Herbst besteht, versammelt regionale Fernsehsender aus allen neun Bundesländern. Derzeit gehören dazu der Wiener Stadtsender W24, Vorarlbergs Regionalsender Ländle TV, Tirol TV, RTS aus Salzburg, Oberösterreichs LTE 1, KT1 aus Kärnten, der steirische Sender Kanal 3, Schau TV aus dem Burgenland sowie der niederösterreichische Regionalsender N1. Als Unternehmen ist R9 im Eigentum der Wien Holding, der Holzhey Management und Beteiligungen GmbH sowie der Kobza Media Gruppe. (APA, 23.5.2014)

  • Eva Pölzl moderiert "Österreich-Blick".
    foto: apa/richard tanzer

    Eva Pölzl moderiert "Österreich-Blick".

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