Buckelwal-Schutz in Brasilien zeigt Wirkung

23. Mai 2014, 12:13
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15.000 Tiere gezählt - auf dem Tiefpunkt 1980 waren es nur 500

Brasilia - Allzuweit war der Buckelwal (Megaptera novaeangliae) im 20. Jahrhundert von der Ausrottung nicht entfernt: Auf höchstens ein paar tausend Tiere waren die weltweiten Bestände zusammengeschrumpft, ehe die Art 1966 unter Schutz gestellt wurde. Heute gilt der Buckelwal nicht mehr als gefährdet: Es soll wieder an die 60.000 Tiere geben - das ist immerhin etwa die Hälfte dessen, auf das die weltweite Buckelwalpopulation vor dem Zeitalter des industriellen Walfangs geschätzt wurde.

Regional ist dieser erfreuliche Trend sogar noch stärker zu erkennen, wie neue Zahlen aus Brasilien zeigen. Aktuell seien 15.000 Buckelwale an den Küsten des Landes gezählt worden, teilte das brasilianische Umweltministerium mit - eine gewaltige Verbesserung gegenüber den 500 gezählten Exemplaren aus dem Jahr 1980. Dies sei auf eine langfristige Strategie zurückzuführen, die unter anderem ein Fangverbot beinhalte, betonte Ressortchefin Izabella Teixeira.

Artenzählung

Die Buckelwalzählung war Teil einer umfangreichen Bestandsaufnahme unter der Tierwelt des flächenmäßig größten Landes Südamerikas. Und die fällt nicht in allen Bereichen so positiv aus:  Laut einem Bericht des Chico Mendes Instituts für die Erhaltung der Biodiversität sind noch immer 1.051 brasilianische Tierarten bedroht. 2003 waren dies nur 627.

Das bedeute aber nicht, dass sich die Lage verschlechtert habe, betonte der Koordinator des Berichts, Marcelo Marcelino. Der Anstieg resultiere daraus, dass sich die Zahl der bewerteten Tierarten seit 2003 mehr als verfünffacht habe.

Wurden vor elf Jahren nur rund 1.400 Arten analysiert, stieg die Zahl inzwischen auf über 7.600. Derzeit gibt es in Brasilien nach Angaben des Institutes 120.000 Tierarten und 40.000 Pflanzenarten. Unter den Wirbeltierarten seien dies 713 Säugetiere, 1.900 Vögel, 738 Reptilien, 934 Amphibien, 4.774 Fische sowie 100.000 wirbellose Tiere. (red/APA, derStandard.at, 21. 5. 2014)

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