"Far Cry 4": Vorwürfe wegen "Rassismus" und "Schwulenfeindlichkeit"

23. Mai 2014, 12:04
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Darstellung des Antagonisten sorgt unter Spielern für Aufregung

Bislang wurde vom im Herbst erscheinenden Shooter "Far Cry 4" noch nicht viel mehr veröffentlicht als ein Artwork, und dennoch sorgt der Titel bereits für Aufregung. Im Branchenforum NeoGAF monieren Nutzer, dass sich die Designer für das Cover rassistischer und schwulenfeindlicher Symbolik bedient hätten.

Zu sehen ist der hellhäutige, in einen pinken Anzug gehüllte Antagonist in einem Thron, der seine Hand unterwerfend auf den Kopf eines knienden, dunkelhäutigen Manns legt.

Aufregung

Einige User äußern nicht nur dahingehend Bedenken, dass es sich um eine rassistische Abbild handle, sondern auch, dass es möglicherweise ein schlechtes Licht auf Homosexuelle werfe. Wobei sich die Kritiker hier selbst Stereotypen bedienen, da bislang nichts offiziell bekannt ist über die gezeigten Charaktere.

Auf die Debatte wollte sich Ubisioft bislang nicht einlassen, allerdings äußerte sich Kreativdirektor Alex Hutchinson persönlich über Twitter zu den Vorwürfen. "Nur damit es klar ist für jene, die voreilig Schlüsse ziehen: Er ist nicht weiß, und das ist nicht der Spieler", so Hutchinson.

Tyrann

Dass "Far Cry 4" für Diskussionsstoff sorgen wird, liegt in jedem Fall in der Natur der Sache. Die Geschichte versetzt Spieler nach Kyrat, "eine atemberaubende, gefährliche, wilde Region des Himalayas, die unter dem Regime eines selbsternannten, tyrannischen Königs leidet", heißt es in der Beschreibung der Entwickler.

Humanistische und altruistische Züge sollte man sich von einem Tyrannen, egal welcher Sexualität und Hautfarbe, wohl nicht erwarten. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 23.5.2014)

  • Das umstrittene Cover von "Far Cry 4".
    foto: ubisoft

    Das umstrittene Cover von "Far Cry 4".

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