Showdown im EU-Wahlkampf

22. Mai 2014, 15:31
54 Postings

Die Parteien bemühen sich bis zur letzten Minute um Stimmen

Österreich wählt am Sonntag die Abgeordneten für das EU-Parlament. Die Parteien bündeln nun ihre Kräfte und versuchen noch bis zur letzten Minuten Stimmen zu gewinnen. Impressionen vom Wahlkampf-Showdown werden an dieser Stelle laufend aktualisiert.

Die SPÖ hat ihre Anhänger am Freitagabend noch einmal zur Stimmabgabe aufgerufen. "Wenn wir wirklich vorne sein wollen, müsst ihr auch zur Wahl gehen", betonte Spitzenkandidat Eugen Freund bei der offiziellen Wahlkampfabschlussveranstaltung in der Wiener Stadthalle.

foto: apa/hochmuth


In der "Begegnungszone" der Wiener Mariahilfer Straße haben die Neos am Freitag ihren Wahlkampf offiziell beendet. Spitzenkandidatin Angelika Mlinar verkündete dabei nochmals ihre Vision von "Vereinigten Staaten von Europa". Parteichef Matthias Strolz trat hingegen nicht auf, da er das Nationalrats-Plenum diesmal lieber nicht verlassen wollte.

foto: apa/pfarrhofer


liste 1 # 33

Der ÖVP-Kandidat Philipp Michalitsch, der auf Platz 33 kandidiert und bereits gegen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gerappt hat, hat am Freitag ein neues Lied präsentiert. Mit "Power to the people" will er auf seinen Einsatz für mehr direkte Demokratie hinweisen.

Die ÖVP hat am Freitagvormittag ihren Wahlkampf beendet. Bis Sonntag zähle jede Stimme, erklärte Generalsekretär Gernot Blümel:"Wir können es schaffen." Das Ziel der Volkspartei ist es, den ersten Platz bei der EU-Wahl zu halten. ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas erklärte, dass er in den letzten Tagen des Wahlkampfes von Schritt zu Schritt mehr Unterstützung bekommen habe.

Bundespräsident Heinz Fischer hat am Freitag auf Facebook mit einem Foto zur Teilnahme an der EU-Wahl aufgerufen.

foto: apa/pfarrhofer

Die FPÖ hat am Donnerstag-Abend neben dem BZÖ als erste Partei ihren Wahlkampf-Abschluss gefeiert. Am Viktor-Adler-Markt schworen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Spitzenkandidat Harald Vilimsky ihre Anhänger ein (zur Reportage vom Wahlkampf-Abschluss).

Am Donnerstag reagierte die ÖVP mit einem Flashmob auf einen Rap der FPÖ. Diese sampelte Leopold Figls berühmte Worte "Österreich ist frei" in ihrem jüngsten Wahlsong (derStandard.at berichtete).

Martin Ehrenhauser, Spitzenkandidat von Europa anders, ist nicht zur "Elefantenrunde" im ORF eingeladen. Also machte er am Donnerstag selbst mit einem Elefanten die Runde (Bericht: Auf Elefantentour statt zur Elefantenrunde).

Auf dem Stephansplatz machte der Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten, Martin Schulz, gemeinsam mit dem lokalen Spitzenkandidaten Eugen Freund noch einmal Stimmung. Dabei ließ er mit einem interessanten Detail aufhorchen: Auch wenn er nicht Erster bei der EU-Wahl wird, will er sich um den Job des Kommissionspräsidenten bemühen. "Ohne die sozialdemokratische Fraktion gibt es ganz sicher im Europaparlament für niemanden eine Mehrheit."

foto: apa/punz

Das BZÖ hat am Donnerstag die letzte Pressekonferenz im Wahlkampf gegeben. BZÖ-Chef und Listenzweiter Gerald Grosz rief dabei zur Mobilisierung in den kommenden 48 Stunden auf. Spitzkandidatin Angelika Werthmann beklagte, dass sie vom ORF nicht zur Diskussionsrunde der Elefanten am Donnerstag-Abend eingeladen wurden. Überhaupt hätten sie die Medien unfair behandelt. (red, derStandard.at, 22.5.2014)

Share if you care.