Surface Pro 3: Microsoft versteht den Tabletmarkt nicht

25. Mai 2014, 10:04
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Warum die Kombination aus Tablet und PC zum Scheitern verurteilt ist

Im Rahmen eines groß angelegten Presseevents hat Microsoft am Dienstag mit dem Surface Pro 3 eine neue Tabletgeneration vorgestellt. Dabei hielt sich das Unternehmen nicht mit starken Ansagen zurück: “Das ist das Tablet, das Ihren Laptop ersetzen kann”, gab sich etwa Microsofts Corporate Vice President Panos Panay überzeugt.

Missverständnis

Und auch wenn das Surface Pro 3 in ersten Eindrücken viel Lob für die verbaute Hardware einheimste, sind längst noch nicht alle von dessen Meriten überzeugt. So attestiert Vox.com-Autor Timothy B. Lee in einem aktuellen Kommentar, dass Microsoft ganz augenscheinlich an einem grundsätzlichen Missverständnis des Tabletmarkts leide.

Verdikt

Tablets würden nicht trotz der Beschränkungen im Vergleich zu PCs gekauft, sondern eben weil sie keine PCs sind. iPads und Android-Tablets seien nicht nur kostengünstiger, sie ersparen vor allem die Komplexität traditioneller Computersysteme. Microsoft gehe an diese Kategorie hingegen weiterhin mit einem PC-Mindset heran und preise nun einmal mehr einen Tablet / Laptop Hybrid an.

Falsche Blickrichtung

Damit versuche man  “alles für alle” zu sein -  eine Herangehensweise, die zum Scheitern verurteilt sei. Wer einen Laptop benötige, sei mit einem echten Laptop besser bedient als mit einem Tablet, das auch ein Laptop sein kann. Und wer ein Tablet will, sei bei Apple, Samsung und Co. besser dran.

Nische

Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Zielgruppe für das Surface Pro gibt. Allerdings dürfte es für Microsoft auch mit der neuesten Hardwaregeneration schwer werden, dieser Nische zu entkommen.  (red, derStandard.at, 25.5.2014)

  • Microsofts Surface Pro 3.
    foto: brendan mcdermid / reuters

    Microsofts Surface Pro 3.

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