Julie Hayward bekommt Großen Kunstpreis des Landes Salzburg

22. Mai 2014, 18:30
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 Jury lobt beeindruckendes Skulpturenkonzept

Salzburg - Der große Kunstpreis des Landes Salzburg 2014 geht an Julie Hayward. Die Künstlerin bekommt den alle drei Jahre vergebenen Preis für ihr laut Jury "beeindruckend konsequentes Skulpturenkonzept". Die alternierend an bildende Künstler, Literaten und Musiker vergebene Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert.

Salzburger Kunstinstitutionen wie die Galerie 5020, das Salzburg Museum oder der Kunstverein haben insgesamt zwölf Künstler mit Bezug zu Salzburg nominiert. Ausgesuchte Arbeiten dieser Künstler sind dann in der Galerie im Traklhaus aufgestellt beziehungsweise aufgehängt worden. Eine dreiköpfige Jury, bestehend aus dem Kunsthistoriker und Kurator Peter Assmann, der Direktorin des Museums der Moderne, Sabine Breitwieser, und dem Künstler Lois Renner hat aus der Ausstellung den Preisträger ermittelt.

Der große Kunstpreis des Landes wird für ein Gesamtwerk vergeben. Daher standen den Juroren ausführliche Mappen und Werklisten zur Beurteilung der Künstler zur Verfügung. Der große Kunstpreis richtet sich an Künstler, die entweder in Salzburg geboren sind, hier leben oder zumindest lange Zeit hier gelebt haben. In der Ausstellung im Traklhaus sind Gemälde, Skulpturen, Fotos, Collagen und Mischtechniken von insgesamt zwölf Künstlern, darunter Bernhard Gwiggner, Anja Ronacher, Barbara Musil oder Roland Goeschl zu sehen. Die Schau soll einen repräsentativen Überblick über das aktuelle Kunstschaffen des Landes bieten.

Von Preisträgerin Julie Hayward sind zwei raumgreifende Skulpturen ausgestellt. Die eine heißt "Catch me if you can" und wirkt wie ein "Liegemöbel in der Form einer Pfütze" aus Styropor, Gummi und Lack. "Zum Angreifen oder Berühren ist es aber nicht gedacht, im Gegenteil, ich möchte das Publikum von meinem Werk fernhalten", so die in Salzburg geborene Engländerin bei der Pressebesichtigung der Ausstellung am Donnerstagmittag. "Es geht mir um unbewusste, von vielen Zeichnungen abgeleitete Formen, mit denen die Unmöglichkeit dargestellt werden soll, etwas Verschüttetes wieder einzufangen. Man scheint etwas zu erkennen, aber es ist nie eindeutig."

Einen Karrieresprung erwartet sich die 46-jährige Künstlerin durch den Kunstpreis nicht. "Da bin ich ernüchtert und desillusioniert. Aber als Wertschätzung meiner Arbeit freue ich mich über diesen Preis natürlich schon." Die Verleihung findet heute, Donnerstagabend, im Traklhaus statt. (APA, 23.5.2014)

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