Google startet Zeitungskiosk für Android in Deutschland

22. Mai 2014, 09:38
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Bauer Media Group, Conde Nast, Spiegel und Handelsblatt unter ersten Partnern

Um die Darstellung von Verlagsinhalten im Internet streiten sich Google und die Verleger in Deutschland derzeit heftig. Es gibt aber auch neue Kooperationsprojekte: Google startet eine Kiosk-App für deutsche Zeitungen und Zeitschriften.

130 deutschsprachige Publikationen

Damit bringt Google einen digitalen Kiosk für Zeitungen und Zeitschriften aus Deutschland auf Android-Smartphones und Tablet Computer. Zu den Startpartnern gehören unter anderem die Bauer Media Group, der Conde Nast Verlag, der Spiegel Verlag und die Verlagsgruppe Handelsblatt, teilte Google am Donnerstag in Hamburg mit.

Über die App Google Play Kiosk können Anwender auf die Inhalte von 130 deutschsprachigen Publikationen zugreifen, darunter 80 Magazine, 50 Zeitungen sowie zahlreiche Nachrichten-Websites und Blogs. Außerdem bietet der Kiosk Inhalte aus über 1.500 internationalen Quellen.

Optimierte Ansicht

Google stellt dabei die Inhalte an das jeweils verwendete mobile Gerät optimiert dar: Zeitschriften werden in einem E-Paper-Format ausgeliefert. Für Leser auf einem Smartphone wird alternativ eine Textansicht bereitgestellt. Verlage können nach Angaben von Google ihre Inhalte als Monats- oder Jahresabonnement respektive Zeitschriften auch als Einzelverkauf den Nutzern zur Verfügung stellen. Die App unterstützt aber auch Bezahlschranken für Online-Angebote sowie kostenlose Angebote, die durch Werbung finanziert werden.

Sönke Iwersen, Chefredakteur "Handelsblatt Live", erklärte, der Google Play Kiosk sei für das "Handelsblatt" "ein spannender neuer Weg, unsere Leser mit hochwertigen exklusiven Wirtschaftsnachrichten zu versorgen." Carsten Schüerhoff, Geschäftsleiter Digital Brand Solutions, Bauer Media Group, ordnete Google Play als "eine der größten Vertriebsplattformen im Digital Mobile Business" ein. Mit dem Launch von Google Play Kiosk habe Bauer als größtes deutsches Zeitschriftenhaus die Möglichkeit, seine Zeitschriften einer weiterführenden digitalen Zielgruppe zur Verfügung zu stellen und damit die Reichweite weiter auszubauen.

Keine Angabe zu Erlösaufteilung

Zur Erlösaufteilung zwischen den Verlagen und Google machte der Internet-Konzern keine Angaben. Es ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa allerdings flexibler als beim Google-Wettbewerber Apple, wo die Verlage in der Regel 70 Prozent der Einnahmen erhalten. Parallel zum Start in Deutschland bringt Google Kiosk auch in Frankreich heraus. In den USA, Großbritannien und Italien gibt es das Angebot bereits. Hierzulande muss man sich noch gedulden. (APA, 22.5.2014)

  • Google hat seinen Zeitungskiosk nun auch in Deutschland gestartet.
    foto: google

    Google hat seinen Zeitungskiosk nun auch in Deutschland gestartet.

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