Thailand: Anführer der Regierungsanhänger fordert Referendum

22. Mai 2014, 09:17
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Bürger sollen über vorgezogene Wahlen abstimmen

Bangkok - Der Anführer der regierungstreuen "Rothemden" in Thailand hat sich für ein Referendum ausgesprochen, um den seit Monaten andauernden Konflikt zwischen Regierung und Opposition zu beenden. Er habe diesen Vorschlag beim Runden Tisch am Mittwoch unterbreitet, sagte Jatuporn Prompan am Donnerstag vor Journalisten in Bangkok. "Wie auch immer das Ergebnis ist, wir werden es akzeptieren", sagte Prompan.

Seinen Angaben zufolge sollen die Bürger in einer Volksabstimmung den zentralen Streit zwischen Regierung und Opposition beenden: Sie sollen entscheiden, ob es wie von der Regierung gefordert Neuwahlen geben soll oder ob zunächst politische Reformen umgesetzt werden sollen. Mit den Reformen will die Opposition den ehemaligen Ministerpräsidentin Thaksin Shinawatra, der aus dem Exil noch immer die politischen Fäden in Thailand in der Hand hat, kaltstellen. Seine Schwester Yingluck Shinawatra wurde kürzlich von der Justiz wegen Amtsmissbrauchs als Regierungschefin abgesetzt.

Die verfeindeten Lager hatten sich am Mittwoch erstmals zu einem Runden Tisch getroffen. Diesen hatte das thailändische Militär einberufen, nachdem es am Dienstag das Kriegsrecht über das Land verhängt hatte. Das erste Treffen brachte keine konkreten Ergebnisse, für Donnerstag war ein weiteres Treffen geplant. (APA, 22.5.2014)

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