Weltweit mehr als drei Millionen Tote durch Luftverschmutzung

21. Mai 2014, 18:09
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OECD-Bericht kalkulierte enorme "Kosten" aufgrund jener Beträge, die Menschen zu zahlen bereit wären, wenn sie vorzeitiges Ableben vermeiden könnten

Leipzig - Weltweit sterben jährlich mehr als drei Millionen Menschen aufgrund von Luftverschmutzung. Für China, Indien und die großen Industrienationen errechnete ein am Mittwoch beim Weltverkehrsforum in Leipzig präsentierter OECD-Bericht fiktive Kosten von etwa 3,5 Billionen US-Dollar (2,6 Billionen Euro).

Auf diese enorme Summe kommen die Autoren des Berichts "The Cost of Air Pollution: Health Impacts of Road Transport" durch folgende Methode: Statt tatsächlicher Kosten zogen sie jenen Betrag heran, den die Menschen in verschiedenen Ländern zu zahlen bereit wären, wenn sie dadurch einen vorzeitigen Tod durch Krebs, Herz- oder Atemprobleme vermeiden könnten. Für die 34 OECD-Mitgliedsstaaten ergeben sich so 1,7 Billionen Dollar. In China liegen die "Kosten" bei nahezu 1,4 Billionen Dollar und in Indien bei 500 Milliarden Dollar.

Emissionen von Dieselfahrzeugen

In OECD-Ländern sei der Straßenverkehr für schätzungsweise die Hälfte der "Kosten" zuständig, hieß es. Besonders problematisch seien die Emissionen von Dieselfahrzeugen. Es gebe keinen Grund dafür, diesen Treibstoff steuerlich zu bevorzugen.

"Der Preis, den wir dafür zahlen, mit dem Auto unterwegs zu sein, spiegelt nicht die Schäden wider, die wir der Umwelt und unserer Gesundheit zufügen", sagte OECD-Generalsekretär Jose Angel Gurria bei der Präsentation des Berichts. (APA, 21.5.2014)

  • In China liegen die Kosten bei nahezu 1,4 Billionen Dollar.
    foto: reuters/edgar su/files

    In China liegen die Kosten bei nahezu 1,4 Billionen Dollar.

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