"Mafalda"-Zeichner Quino erhält Prinz-von-Asturien-Preis

21. Mai 2014, 14:48
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Arbeit des 81-jähriger Argentiniers werde einem enormen erzieherischen Wert und einer universellen Dimension geprägt

Oviedo - Der Vater der berühmten Comicfigur "Mafalda", der Zeichner und Autor Joaquin Salvador Lavado, wird mit dem spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Kommunikation und Humanwissenschaft ausgezeichnet. Bei der Bekanntgabe würdigte die Jury am Mittwoch in Oviedo die Arbeit des 81-jährigen Argentiniers, besser bekannt unter dem Künstlernamen Quino.

Diese werde von einem "enormen erzieherischen Wert" und einer "universellen Dimension" geprägt. 50 Jahre nach dem Erscheinen des ersten "Mafalda"-Strips hätten die "scharfsinnigen Botschaften" des Zeichners weiterhin Gültigkeit, hieß es. Quino habe "mit Weisheit die Schlichtheit seines Zeichenstrichs mit der Tiefe seines Denkens kombiniert".

Der gesellschaftskritische Zeichner mit dem Blick für die Leiden des kleinen Mannes setzte sich in der Abstimmung unter anderem gegen die Journalistin und Friedenskämpferin aus der Demokratischen Republik Kongo Caddy Adzuba sowie gegen den spanischen Biologen Francisco Jose Ayala durch.

Vielfach übersetzt

Die in mindestens 26 Sprachen übersetzten Geschichten von "Mafalda" wurden auch auf Deutsch mit Erfolg veröffentlicht. Mafalda, ein nicht einmal zehn Jahre altes Mädchen aus Argentiniens bürgerlicher Mittelschicht, tritt in der aus elf Bänden bestehenden Reihe unter anderem für den Weltfrieden, Gerechtigkeit, Demokratie und die Frauenbewegung ein.

Die Kleine wird schon seit 1974 nicht mehr von Quino gezeichnet. Der Argentinier aus Mendoza brachte aber bis zuletzt weiter vielverkaufte Cartoonbücher heraus. Im vergangenen November gab Quino allerdings bekannt, dass er aus Gesundheitsgründen seine Arbeit endgültig eingestellt habe.

Der Prinz-von-Asturien-Preis gilt als die spanische Version des Nobelpreises. Er wird alljährlich in acht Sparten vergeben und ist mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Die Auszeichnungen werden den Preisträgern im Oktober vom spanischen Kronprinzen Felipe überreicht, der den Titel Prinz von Asturien trägt.

Vor Quino waren dieses Jahr bereits der kanadisch-amerikanische Architekt Frank Gehry in der Sparte Künste und der französische Historiker Joseph Perez in der Sparte Sozialwissenschaften als Sieger bekannt gegeben worden. (APA, 21.5.2014)

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