Japan leitet hunderte Tonnen Grundwasser um Atomruine ins Meer 

21. Mai 2014, 08:18
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Fukushima-Betreiber Tepco versichert, dass das Wasser unbelastet sei - Sieg für Atomkraftgegner: Japanisches Gericht untersagt Betrieb von AKW

Fukushima – Japan lässt gewaltige Massen an Grundwasser um die Atomruine Fukushima herum ins Meer ableiten. Der Betreiber des vor drei Jahren bei einem Erdbeben und Tsunami zerstörten Kernkraftwerks, Tepco, begann am Mittwoch zunächst 560 Tonnen Grundwasser nahe der Reaktoren 1 bis 4 hochzupumpen und über ein Drainagesystem in den nahen Pazifischen Ozean zu leiten.

Tepco versicherte, dass das Wasser unbelastet sei. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass das Wasser weiter in die Fundamente der Reaktorgebäude läuft und sich dort mit verseuchtem Wasser zur Kühlung der Brennstäbe mischt. Dies ist mit das größte Problem in Fukushima.

Gericht untersagt AKW-Betrieb

Unterdessen haben Atomkraftgegner vor Gericht einen vielbeachteten Sieg errungen. Im ersten Urteilsspruch seit dem Atomunfall wies ein Bezirksgericht in der westlichen Provinz Fukui am Mittwoch den Betreiberkonzern Kansai Electric Power an, das derzeit heruntergefahrene Kraftwerk Oi nicht wieder in Betrieb zu nehmen.

Damit kam das Gericht der Forderung einer Gruppe von 189 Bürgern nach. Sie hatten beanstandet, dass der Betreiber zwei der vier Oi-Reaktoren 2012 hochgefahren hatte, obgleich ihre Sicherheit nicht garantiert worden sei. (APA, 21.5.2014)

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