Oberstes US-Gericht verweist Streit um Exekution an Berufungsgericht  

22. Mai 2014, 09:56
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Hinrichtung des Todeskandidaten wird weiter ausgesetzt - Rechtsstreit geht in die nächste Runde

Washington - Die Exekution des verurteilten Mörders und Vergewaltigers Russell Bucklew bleibt weiter ausgesetzt. Der Oberste Gerichtshof der USA hat den Streit um die Hinrichtung des verurteilten Mörders in Missouri am Mittwochnacht (Ortstzeit) an ein Berufungsgericht verwiesen. Mit der Entscheidung verzichtete der Supreme Court vorerst darauf, sich selbst mit der Frage nach der Verfassungsmäßigkeit der Hinrichtung zu befassen.

Qualvoller Tod durch Giftspritze

In dem Rechtsstreit geht es um die Grundsatzfrage, ob Exekutionen mit der Giftspritze zulässig sind, wenn sie möglicherweise einen besonders qualvollen Todeskampf auslösen. Im Bundesstaat Oklahoma war eine Hinrichtung im April abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Injektion gab. Der Mann wand sich 43 Minuten lang im Todeskampf vor Schmerzen, bis er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt erlitt.

Der achte Zusatz zur US-Verfassung verbietet jegliche "grausame und ungewöhnliche Bestrafung". Darauf beriefen sich Bucklews Anwälte. Sie hatten vor einem Berufungsgericht geltend gemacht, dass ihr Mandant wegen einer seltenen Erkrankung nach Verabreichung der Todesspritze qualvoll ersticken könnte.

Lieferschwierigkeiten von Substanzen

Die US-Strafvollzugsbehörden haben Probleme bei den Mitteln für die Giftspritzen, weil sich die europäischen Hersteller der lange verwendeten Substanzen weigern, diese weiter für Hinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Mehrere US-Bundesstaaten hatten daher zuvor nicht erprobte Giftmischungen von nicht bundesweit zertifizierten Herstellern getestet. (APA, 22.05.2014)

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