Finnland vermutet Verletzung seines Luftraums durch Russland

21. Mai 2014, 10:26
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Finnische Grenzbehörden werten Daten aus - Moskau testete zuvor Interkontinentalrakete

Moskau/Helsinki - Finnland vermutet eine Verletzung seines Luftraums durch Russland. Die Luftwaffe des EU-Mitgliedslands ließ nach Angaben des Verteidigungsministerium Jets aufsteigen, um zu prüfen, ob zwei russische Flugzeuge nacheinander binnen weniger Stunden am Dienstag unerlaubt über dem Golf von Finnland unterwegs gewesen seien.

Die Identifizierung habe ergeben, dass es sich um sogenannten staatliche Maschinen gehandelt habe, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Damit werden sowohl Militärjets bezeichnet, als auch von der Polizei oder Zollbehörden eingesetzte Flugzeuge. Die Grenzbehörden würden Daten auswerten. Weitere Details wurden nicht genannt.

Moskau testet Interkontinentalrakete

Zuvor hatte Russland am Dienstag erneut eine ballistische Interkontinentalrakete getestet. Der Test der Rakete vom Typ Rs-12M Topol ICBM sei erfolgreich verlaufen, meldeten die russischen Nachrichtenagenturen Interfax und Itar-Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.

Sie sei von einer Abschussrampe in Kapustin Jar nahe dem Kaspischen Meer gestartet und wie geplant auf dem von Kasachstan gepachteten Testgelände Sari Schagan gelandet. Ziel des Tests sei die Erprobung eines möglichen Sprengkopfes gewesen, sagte Ministeriumssprecher Igor Jegorow demnach.

Reichweite von bis zu 10.000 Kilometern

Bereits im Dezember und März hatten die russischen Streitkräfte Topol-Raketen zu Testzwecken abgefeuert. Die NATO führt diese Raketen unter der Bezeichnung SS-25 Sickle. Sie sollen eine Reichweite von bis zu 10.000 Kilometern haben.

Interkontinentalraketen können mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden. Der Raketentyp wurde bereits in den 1980er Jahren in Dienst gestellt und mehrfach verändert und modernisiert. Die maximale Reichweite beträgt 10.000 Kilometer. (APA, 21.05.2014)

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