Anleger setzen wieder auf Risiko für höhere Rendite

20. Mai 2014, 18:04
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Beim Bankgeheimnis sprechen sich heimische Anleger für eine Lockerung aus - im Gegensatz zu den Schweizern

Wien - Österreichs Anleger zeigen wieder Mut und sind verstärkt an den Kapitalmarkt zurückgekehrt. Der in Cash gehaltene Anteil hat sich seit 2012 von 44 auf 29 Prozent halbiert. Der Aktienanteil ist von 29 auf 36 Prozent gestiegen. Das geht aus dem "LGT Private Banking Report" hervor.

Die im Schnitt erwirtschaftete Rendite der Österreicher lag 2013 demnach bei 5,1 Prozent. In der Schweiz haben die Anleger im Schnitt 8,9 Prozent erwirtschaftet. Zufrieden zeigen sich die Anleger damit nicht. Die Renditeerhöhung ist für Kunden ein großer Wunsch und ist das am häufigsten angesprochene Thema bei Kundengesprächen. Vom erwirtschafteten Ertrag hängt auch ab, wie zufrieden Kunden mit der Beratung sind.

Bankgeheimnis

Auch die Einstellung zum Bankgeheimnis war Teil der Befragung durch die Liechtensteiner Fürstenbank. Bei dem Punkt ist die Mehrheit der 101 befragten Österreicher für eine Lockerung des Bankgeheimnisses - aber nur, wenn eine "faire Lösung für unversteuerte Vermögen" gefunden wird. Zwölf Prozent der Österreicher befürworten einen automatischen Informationsaustausch zwischen inländischen Behörden voll und ganz, 47 Prozent unter gewissen Bedingungen, und 40 Prozent sind gegen eine Lockerung.

Bei den 156 befragten vermögenden Schweizern ist die Haltung anders: Hier wendet sich eine klare Mehrheit (56 Prozent) gegen eine Lockerung des Bankgeheimnisses für Inländer. Die Mehrheit der befragten Private-Banking-Kunden ist auch der Meinung, dass Österreich bzw. die Schweiz dem automatischen Informationsaustausch gegenüber dem Ausland zustimmen sollten. (bpf, DER STANDARD, 21.5.2014)

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