Bundesforste forcieren Fischfang

20. Mai 2014, 17:55
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Rekord-Hochwasserschäden im Vorjahr

Wien - Das Jahrhunderthochwasser im vergangenen Jahr hat bei den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf), größter Waldbesitzer im Land, zu Rekord-Hochwasserschäden in der Höhe von rund acht Millionen Euro geführt und damit das Betriebsergebnis (Ebit) belastet. Das Hochwasser hatte Forststraßen und Forstinfrastruktur vor allem in Salzburg und Oberösterreich arg in Mitleidenschaft gezogen.

Das Betriebsergebnis ging 2013 um 32 Prozent auf 24,5 Mio. Euro zurück. Die Betriebsleistung stieg leicht um 0,5 Prozent 238,4 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) legte 2013 im Vergleich zum Jahr davor um 26 Prozent auf 23,4 Mio. Euro zu. An den Bundesforste-Eigentümer - die Republik Österreich - wird für 2013 eine Dividende und Fruchtgenussentgelt von 28,9 Mio. Euro ausgeschüttet.

Der Ertrag aus dem Kerngeschäft Forst/Holz brachte der staatlichen Forstfirma 150,7 Millionen ein. Knapp ein Drittel der Betriebsleistung kommt mittlerweile aus den nichtforstlichen Geschäftsfeldern, allen voran der Bereich Immobilien. Weiter zugelegt hat die Nachfrage nach Baurechten (plus acht Prozent), also die Pacht oder Miete eines ÖBf-Grundstücks bis zu 100 Jahren. Für viele Bauherren sei dies eine kapitalschonende Alternative sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich, betont ÖBf-Finanzchef Georg Schöppl.

Fünf Kleinwasserkraftwerke

Weiter ausgebaut werden sollen die Wachstumsbereiche Dienstleistungen und erneuerbare Energie. Aktuell sind bereits fünf Kleinwasserkraftwerke in Betrieb, ein weiteres in Bau. Forciert wird auch die Fischerei. Allein in den Ausbau der Fischerei im Salzkammergut sollen bis 2016 rund drei Millionen Euro investiert werden.

Die Bundesforste bewirtschaften und betreuen mit 855.000 Hektar rund zehn Prozent der Staats- und 15 Prozent der heimischen Waldfläche. Für 2014 wird mit einer positiven Geschäftsentwicklung gerechnet - vorausgesetzt, das Wetter macht keinen Strich durch die Rechnung. (APA, DER STANDARD, 21.5.2014)

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