Das beste Stück ... Nachgefragt bei Michaela Schimanko

Kolumne25. Mai 2014, 19:44
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Michael Hausenblas fragt Michaela Schimanko von der Eden-Bar, was sie über ihren Cognacflambierer erzählen kann 

"Auf dem Foto bin ich mit einem Cognac-Flambierer zu sehen. Dieses Gerät wurde in Berlin in den wilden 1920er-Jahren erfunden. Meiner ist schon seit den 1950er-Jahren in der Eden-Bar und wurde immer gut behütet. Ich kenne das Gerät seit meiner Jugend und habe meinen ersten Cognac getrunken, nachdem er mit ihm flambiert wurde.

Früher haben es die Gäste geliebt, ihren Cognac zu flambieren, zum Beispiel der Fürst Fürstenberg. Unterhalb des Glases wurde Brennspiritus eingefüllt, dann das Glas eingehängt und gedreht, bis der Cognac die richtige Temperatur erreicht hatte. Heutzutage ist er nicht mehr im Einsatz.

Kaum jemand hat mehr die Ruhe für diese Kultur. Außerdem hab ich keinen Spiritus mehr in der Eden. Bei der heutigen Rechtslage müsste man diesen wahrscheinlich im dritten Keller von unten wegsperren. Ich liebe Cognac, weiß viel über ihn, trinke berufsmäßig aber Champagner, allein schon wegen der besseren Verträglichkeit." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 23.5.2014)

  • Michaela Schimanko ist Besitzerin der Eden-Bar in der Wiener Innenstadt, Liliengasse 2. Den Cognagflambierer kennt sie schon seit ihrer Jugend.
    foto: nathan murrell

    Michaela Schimanko ist Besitzerin der Eden-Bar in der Wiener Innenstadt, Liliengasse 2. Den Cognagflambierer kennt sie schon seit ihrer Jugend.

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