Medikamentenforscher in Tirol kooperieren mit Weizmann-Institut

20. Mai 2014, 15:47
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"Auf dem Weg in die Champions League der biomedizinischen Forschung“

Innsbruck – Im Bereich Medikamentenforschung bahnt sich eine hochkarätige Zusammenarbeit zwischen Innsbruck und Israel an, konkret: zwischen dem Austrian Drug Screening Institute (ADSI Innsbruck) und dem Weizmann-Institut in Rhovot (Israel), einer der weltweit renommiertesten Forschungsstätten. "Die Zusammenarbeit mit dem Weizmann-Institut bringt uns auf den Weg in die Champions League der biomedizinischen Forschung", betonen die ADSI-Chefs Günther Bonn und Lukas Huber, beide international renommiere Biomediziner.

Das gerade erst eineinhalb Jahre alte ADSI hat mit seiner ungewöhnlichen Kombination aus chemischer Analytik und der Suche nach pflanzlichen und synthetischen Wirkstoffen die Aufmerksamkeit der israelischen Spitzenforscher erregt. Chemie und Medikamenten-Forschung haben im Weizmann-Institut seit seiner Gründung 1934 durch den Chemiker und späteren israelischen Staatspräsidenten Chaim Weizmann schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. Somit decken sich die Schwerpunkte perfekt mit dem ADSI, das sich bei einem Besuch Anfang des Jahres in Israel präsentiert hat.

Forschung für neue Medikamente

Ziel des ADSI ist es, grundlegendes Wissen über Krankheitsursachen und Wirkstoffe für die Entwicklung neuer Medikamente zu nutzen. Der wissenschaftliche Beirat des ADSI besteht insgesamt aus sieben international anerkannten Wissenschaftern. Sie kommen dieser Tage zum ersten Mal zusammen und begutachten die bisherigen Ergebnisse des ADSI. Einer davon ist Professor David Mirelman, der besonders an der Kooperation zwischen dem ADSI mit dem neuen Israel National Center for Personalized Medicine - INCPM interessiert, das zum Weizmann-Institut gehört.

Das INCPM beschäftigt sich mit der Anwendung neuer Technologien wie der Genomik, Proteomik und dem High Throughput Screening in der personalisierten Medizin. Auch in diesem Punkt deckt sich das Interesse der israelischen Wissenschaftler sehr gut mit einem Schwerpunkt angewandter Forschung in Tirol. (red, derstandard.at, 20.5.2014)

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