Niederösterreich: FSG hielt absolute Mehrheit bei AK-Wahl

20. Mai 2014, 07:17
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FSG verlor zwei Mandate - Wahlbeteiligung fiel unter 40 Prozent

St. Pölten - Die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG) haben bei der Arbeiterkammerwahl in Niederösterreich ihre absolute Mehrheit mit geringen Einbußen verteidigt. Sie büßten zwei Mandate auf nun 67 ein. Die FSG liegt laut dem vorläufigen Ergebnis vom Montagabend bei 59,1 Prozent (2009: 60,5 Prozent). Die Christgewerkschafter (ÖAAB/FCG) verloren minimal um 0,4 Prozentpunkte und hielten mit 23,1 Prozent ihre 26 Sitze.

Das Bundesland war das letzte in der diesjährigen Reihe der AK-Wahlgänge, das bundesweite Endresultat wird laut AKNÖ nach Auszählung der Briefwahlkarten am Freitagnachmittag bekannt gegeben.

39,4 Prozent Wahlbeteiligung

In Niederösterreich hatten sich neun Listen um die 110 Sitze in der Vollversammlung beworben, sieben davon sind nun im Arbeitnehmerparlament vertreten. Von 432.428 Wahlberechtigten haben 171.295 gewählt, damit sackte die Wahlbeteiligung von 47,6 Prozent vor fünf Jahren auf 39,6 Prozent ab, dürfte aber nach Auszählung der Briefwahlkarten die 40-Prozent-Marke übersteigen.

Freiheitliche legten um 0,8 Prozent zu

Je ein Mandat dazugewonnen haben die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA), die um 0,8 Prozentpunkte auf 9,3 Prozent zulegten und nun zehn Mandate haben, sowie AUGE/UG (Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / Unabhängige GewerkschafterInnen), die mit 3,1 Prozent (plus ein Prozentpunkt) drei Mandate erreichten.

Die Grünen GewerkschafterInnen NÖ verzeichneten 2,3 Prozent (plus 0,5 Prozentpunkte) und halten damit unverändert ihre zwei Mandate, während das Bündnis Mosaik um minus 0,8 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent verlor und seinen Sitz einbüßte. Die Kommunistische Gewerkschaftsinitiative - International (KOMintern) und die Liste Perspektive (LP) , die 2009 nicht kandidiert hatten, eroberten mit 0,9 bzw. 1,1 Prozent je ein Mandat, der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) ging mit 0,4 Prozent leer aus.

FSG zufrieden

Der FSG-Spitzenkandidat Markus Wieser, der seine erste Wahl geschlagen hatte, zeigte sich in einer ersten Reaktion zufrieden und sprach angesichts der Rahmenbedingungen von einem "großartigen" Ergebnis. Noch seien so viele Listen angetreten und erstmals habe die ÖVP als Gesamtpartei kandidiert.

Die Volkspartei habe ein "solides" Ergebnis erreicht, erklärten der Obmann des niederösterreichischen ÖAAB, Landeshauptmann-Stellvetreter Wolfgang Sobotka und der Spitzenkandidat der Christgewerkschafter, Franz Hemm: "Wir konnten unseren Mandatsstand halten." (APA, 20.5.2014)

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