Zahl toter Kinder nach Busbrand in Kolumbien auf 33 gestiegen

20. Mai 2014, 06:36
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20 Kinder mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus

Bogota - Nach dem Busunfall in Kolumbien mit 33 verbrannten Kindern kommen immer mehr Details über unzureichende Sicherheitsstandards zutage. Der Busfahrer habe keinen Führerschein gehabt, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag (Ortszeit) in Fundacion mit, wo sich das Unglück ereignet hatte. Das Fahrzeug sei zudem seit zwei Jahren nicht mehr zugelassen gewesen, sagte Verkehrsministerin Cecilia Alvarez.

Der Busfahrer war am Sonntag geflohen, während in dem Bus die Kinder verbrannten, und hatte sich erst später der Polizei gestellt. Auch der Geistliche, der den Bus für den Transport nach einem Gottesdienst gechartert hatte, wurde festgenommen, wie Staatsanwalt Luis Gonzalez sagte. Beide Männer würden wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall angeklagt werden, fügte Gonzalez hinzu. Nach seinen Angaben löste ein Funke das Feuer in dem Bus aus.

Illegal und unversichert

Verkehrsministerin Alvarez sagte dem Radiosender RCN, der Bus sei nicht nur "illegal" unterwegs gewesen. Das Fahrzeug habe auch keine Versicherung gehabt. Offenbar habe der Busfahrer illegal gehandeltes Benzin benutzt, um seinen Bus wieder zu betanken.

Wütende Bürger hatten am Sonntag das Haus des Busfahrers aufgesucht und mit Steinen beworfen, wie die Bürgermeisterin von Fundacion, Luz Stella Duran, erklärte. Später stellte sich der 56-Jährige den Behörden. Er selbst verlor bei dem Unglück zwei Kinder.

Nach Angaben der Bürgermeisterin waren 20 Kinder noch mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades im Krankenhaus. Sie ordnete eine dreitägige Trauer und ein Alkoholverbot für die Zeit an.

Der qualvolle Feuertod der Kinder, die zwischen drei und zwölf Jahren alt waren, hatte für tiefes Entsetzen gesorgt. "Das ganze Land ist wegen des Todes dieser Kinder in Trauer", sagte Staatschef Juan Manuel Santos bei einem Besuch des Unfallortes.  (APA, 20.5.2014)

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