Entführte Verwaltungsbeamte in Mali wieder frei

19. Mai 2014, 22:32
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Regierung schickt tausende Soldaten nach Kidal

Bamako - Die rund 30 am Wochenende in der nordmalischen Stadt Kidal gekidnappten Verwaltungsangestellten sind am Montag freigelassen worden. "Wir haben gerade die rund 30 Geiseln in Empfang genommen", sagte ein Vertreter der UN-Friedenstruppe für Mali (Minusma) am Abend der Nachrichtenagentur AFP.

Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut, einige seien allerdings sehr erschöpft. Hinter der Geiselnahme steckte laut Verteidigungsministerium die Extremistengruppe Nationale Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA) der Tuareg.

36 Tote

Bei heftigen Gefechten zwischen der malischen Armee und Aufständischen waren am Samstag in Kidal 36 Menschen getötet worden, darunter acht Soldaten. Auf beiden Seiten gab es auch dutzende Verletzte. Die malische Regierung machte Vertreter vom Stamm der Tuareg für die Gewalt verantwortlich, Regierungschef Moussa Mara zufolge sind aber auch "andere Terrorgruppen" an den Unruhen beteiligt. Ihm zufolge wurden zahlreiche Regierungsgebäude von "Dschihadisten und Terroristen" angegriffen und besetzt.

Angesichts der ausufernden Gewalt im Nordosten schickte die Regierung Truppen in die Region. "In den letzten 24 Stunden sind 1500 Soldaten in Kidal eingetroffen", sagte ein ausländischer Militärvertreter am Montag zu AFP. Die Zahl werde weiter steigen, kündigte ein malischer Militärvertreter an. (APA, 19.5.2014)

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