Zwei Häftlinge flohen aus Berliner Gefängnis

19. Mai 2014, 19:11
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Gitter zersägt und mit Leintüchern abgeseilt

Berlin - Filmreifer Ausbruch: Mithilfe von Leintüchern und Handtüchern sind zwei Häftlinge aus dem Gefängnis Berlin-Moabit geflohen. Nachdem sie Gitterstäbe aufgesägt hatten, seilten sie sich Montagfrüh mit ihren Hilfsmitteln ab, wie Justizsenator Thomas Heilmann berichtete. Dann überwanden die Straftäter eine meterhohe Mauer sowie einen Drahtzaun der Justizvollzugsanstalt in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Alarm ausgelöst

Die Männer hatten sogar einen Alarm ausgelöst. Dieser sei aber als Fehlalarm eingestuft worden, sagte der Senator. Die Männer waren weiter flüchtig. Es war die erste gelungene Fluchtaktion aus der Haftanstalt, einem der deutschlandweit größten Untersuchungsgefängnisse, seit rund 15 Jahren. Heilmann will eine Untersuchungskommission einsetzen. Es gebe viele offene Fragen. Die Fahndung nach den Geflohenen, deren Alter nicht genannt wurde, lief mit Hochdruck. Heilmann nannte wegen der Suche keine Details. Der Senator kündigte schärfere Sicherheitsvorkehrungen in der Justizvollzugsanstalt an. (APA, 19.5.2014)

  • Ein Stofflaken hängt über einen Drahtzaun der Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit. Am frühen Morgen waren von dort zwei  Gefangene geflohen.
    foto: apa/dpa/paul zinken

    Ein Stofflaken hängt über einen Drahtzaun der Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit. Am frühen Morgen waren von dort zwei Gefangene geflohen.

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