Deutscher Physiker Hans-Peter Dürr gestorben

19. Mai 2014, 18:49
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Der Träger des Alternativen Nobelpreises 1987 engagierte sich in der Friedens- und Umweltbewegung

München - Der Physiker Hans-Peter Dürr ist tot. Der Träger des Alternativen Nobelpreises starb am Sonntag in München im Alter von 84 Jahren, wie die Right Livelihood Award Foundation mitteilte, die den Preis 1987 an Dürr verliehen hatte.

Dürr habe die Verantwortung der Wissenschaft für Frieden, Ökologie und globale Gerechtigkeit betont und sei zu einer wichtigen Stimme in der Abrüstungsdebatte der 1980er-Jahre geworden, hieß es. Zu Dürrs Schwerpunkten zählten die Quantenphysik und die Elementarteilchenphysik.

Dürr wurde am 7. Oktober 1929 in Stuttgart geboren. Nach seinem Physikstudium an der Technischen Hochschule seiner Heimatstadt promovierte er bei Edward Teller, dem Miterfinder der Wasserstoffbombe. Seine schmerzhafte Erkenntnis, "dass die schöne Physik, die ich machen wollte, genau die Physik war, die die Bomben hervorgebracht hatte", beschrieb der Friedensaktivist 1999 in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Ab den 1970er-Jahren engagierte er sich immer mehr in der Friedens- und Umweltbewegung. In seinen Büchern setzte er sich zudem mit dem Zusammenhang von Naturwissenschaften, Religion und Mystik auseinander.

Der Wissenschafter engagierte sich in Institutionen wie dem Club of Rome und der Gruppe "David gegen Goliath", die er mitinitiiert hatte. Von 1958 bis 1976 war er Mitarbeiter des deutschen Physikers Werner Heisenberg. Danach leitete er als geschäftsführender Direktor jahrelang das Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik und das Werner-Heisenberg-Institut für Physik. (APA, 19.5.2014)

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