Atari will wieder Hardware herstellen

20. Mai 2014, 10:08
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Keine konkreten Pläne, aber Ideen von der Spieleuhr bis zur Akkujacke

Eine der ältesten Namen der Videospielbranche soll in Zukunft wieder auf Endgeräten zu finden sein. "Atari wird wieder eine Hardware-Marke", sagt Frederic Chesnais, der das Unternehmen nach dem Konkurs im Jänner 2013 gemäß eines dreijährigen Sanierungsplanes wieder auf stabile Beine stellen soll.

Sanierung auf gutem Weg

Glaubt man dem CEO, so ist der einst große Konzern auf einem guten Weg. "Heute haben wir eine Firma, die dem Bankrott entronnen ist und zehn Leute unter dem Studio-Produktionsmodell beschäftigt", erklärt er gegenüber VentureBeat.

Das bedeutet, dass Atari interessante in Entwicklung befindliche Projekte sucht, gegebenenfalls Mittel zur Fertigstellung beisteuert und sich sonst ausschließlich um Rechte, Marketing und Vertrieb kümmert. Derzeit liegt der Fokus auf Browsergames und Apps. Noch dieses Jahr will man mit "Rollercoaster Tycoon 4" aber wieder einen PC-Titel auf den Markt bringen.

Spieleuhren und Solarjacken

Ein konkretes Hardware-Projekt hat man allerdings noch nicht, es gibt auch keine Pläne für einen Rechner oder eine Konsole. Stattdessen schwebt Chesnais vor, Atari zu einer Lifestyle-Marke zu machen – etwa mit einer neuartigen Uhr mit Spielfunktionen. Grundlage ist seiner Ansicht nach die hohe, generationsübergreifende Bekanntheit des Namens. "Mit einer Marke wie THQ könnte man sowas niemals machen", sagt er.

Als weitere Produktidee schwebt ihm eine Jacke mit Ladeanschluss für Smartphones vor, die mobile Endgeräte etwa über Solarpanels an den Schultern kontinuierlich mit Strom versorgt. (red, derStandard.at, 19.05.2014)

  • Atari soll eines Tages wieder Hardware herstellen, wünscht sich Firmenchef Frederic Chesnais.
    foto: reuters

    Atari soll eines Tages wieder Hardware herstellen, wünscht sich Firmenchef Frederic Chesnais.

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