Vatikan: Anstieg suspekter Transaktionen

19. Mai 2014, 13:31
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Vatikanstadt - Die Finanzaufsicht des Vatikan (AIF) hat am Montag den Jahresbericht über ihre Tätigkeit zur Finanzinformation und Aufsicht sowie zur Vorbeugung und Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorfinanzierung vorgestellt.

Internationale Abkommen

Wie AIF-Direktor Rene Brülhart berichtete, wurden im vergangenen Jahr 202 Geldwäsche-Verdachtsfälle an die vatikanische Justiz gemeldet, im Vorjahr waren es noch sechs gewesen. Die Finanzaufsicht hat Abkommen für den internationalen Informationsaustausch mit mehreren Ländern abgeschlossen.

"Im Jahr 2013 haben wir entscheidende Schritte zur Verbesserung der legalen Mittel zur Geldwäschebekämpfung unternommen. Heute haben wir ein System aufgebaut, das den internationalen Standards entspricht", erklärte Brülhart.

Im ersten Quartal 2014 hat die Finanzaufsicht die erste Inspektion in der Vatikanbank IOR durchgeführt, um festzustellen, ob die beschlossenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung umgesetzt wurden. Aus der Inspektion seien die wesentlichen Fortschritte hervorgegangen, die die Vatikanbank im letzten Jahr unternommen hat, betonte Brülhart.

Die Finanzaufsichtsbehörde AIF war Ende 2010 von Papst Benedikt XVI. geschaffen worden, um eine größere Transparenz der vatikanischen Finanzgeschäfte zu gewährleisten und Mängel im Kampf gegen Geldwäsche zu beheben. Die "Autorita di Informazione Finanziaria" kontrolliert alle Geldflüsse im Vatikan. (APA, 19.5.2014)

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