Deutscher IT-Dienstleister Matrix42 will in Österreich wachsen

18. Mai 2014, 10:41
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Interesse am Cloud-Computing in Österreich und Deutschland geringer als in der Schweiz

Der deutsche IT-Dienstleister Matrix42 will das Geschäft in Österreich deutlich ausbauen. Derzeit zählen Konzerne wie Magna, Infineon oder Doppelmayr zu den Kunden. Insgesamt hat das Unternehmen gut 80 Bestandskunden hierzulande. Nächste Woche soll bei einer Roadshow in Wien die Werbetrommel gerührt werden.

Umsatz

Knapp 3 Mio. Euro Umsatz hat Matrix42 im Vorjahr in Österreich erwirtschaftet, rund ein Drittel davon waren Lizenzumsätze, so Markus Baumann, Vizechef Verkauf für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Künftig sollen unter anderem auch Trainings angeboten werden, das Österreich-Team wird gerade von Manuela Werner aufgebaut.

Matrix42, ein Unternehmen der Asseco-Gruppe mit Hauptsitz in der Nähe von Frankfurt am Main, steigerte in den vergangenen fünf Jahren den Konzernumsatz nach Eigenangaben um 179 Prozent, die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich in dieser Zeit von 180 auf 246.

Nachfrage

"Das Konzept 'alles aus einer Hand' funktionierte auch in der Wirtschaftskrise", so Baumann. Derzeit werde der Markt durch die Nachfrage nach mobilen Lösungen getrieben. Wobei ein Trend überbewertet werde: "Bring your own device", also die Nutzung des privaten Handys, Laptops oder Tablets in der Arbeit. "Wenn wir bei einer Veranstaltung danach fragen, zeigen von 40 Personen gerade mal ein paar auf, für die das ein Thema ist", so Baumann im Gespräch mit der APA.

Auffällig sei, dass die Unternehmen zusehends weniger Freude damit haben, dass ihre Mitarbeiter in sozialen Netzwerken in der Firmeninfrastruktur unterwegs sind. Durch das Thema NSA (die globale Überwachung durch US-Geheimdienste, Anm.) sei das Sicherheitsbewusstsein in den Firmen weiter gestiegen.

Unterschiede

Beim Thema Cloud-Computing merkt Baumann Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland auf der einen und der Schweiz auf der anderen Seite. Die Eidgenossen würden - ebenso wie Briten und Belgier - der Datenwolke weit positiver gegenüberstehen. In einem Punkt seien aber alle Länder gleich. "Das Kostenbewusstsein hat zugenommen", meint Baumann. (APA, 18.5.2014)

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