Machismo-Vorwürfe gegen spanischen Spitzenkandidaten

16. Mai 2014, 15:37
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Ex-Minister Arias Caneta "schonte" sozialistische Rivalin bei TV-Debatte

Madrid - Gegen den Spitzenkandidaten der spanischen Konservativen bei der Europawahl, Miguel Arias Canete, ist der Vorwurf des Machismo erhoben worden. Der frühere Umwelt- und Agrarminister hatte am Freitag nach einer TV-Debatte gesagt, die sozialistische Kandidatin Elena Valenciano geschont zu haben, weil sie eine Frau sei.

"Wenn man als Mann in einer Debatte mit einer Frau seine intellektuelle Überlegenheit ausspielt, steht man wie ein Macho-Typ da." Valenciano konterte: "Und was tun wir nun? Schließen wir die Frauen von den TV-Debatten aus?" Der sozialistische Parteichef Alfredo Perez Rubalcaba meinte: "Arias Canete zeigt den Machismo eines schlechten Verlierers."

Ein Frauenverband hielt dem Ex-Minister vor, sich nach den Zeiten zurückzusehnen, in denen die Politik noch Männersache gewesen sei. Arias Canete wies die Vorwürfe zurück und betonte, die konservative Volkspartei (PP) habe schon immer an die Frauen geglaubt. (APA, 16.5.2014)

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