Jährlich sterben 290.000 Frauen während oder nach Schwangerschaft

9. Mai 2014, 16:09
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Care: Vor allem in Subsahara Afrika, Südasien und Ozeanien ist die Müttersterblichkeit hoch

Wien - Für viele gibt es am Muttertag keinen Grund zu feiern: Jährlich sterben rund 290.000 Frauen während oder nach einer Schwangerschaft. Die Reduzierung der Müttersterblichkeit ist eines der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Bis 2015 soll sie um drei Viertel weltweit verringert werden. Zwar wurde die Müttersterblichkeit in den vergangenen 20 Jahren um rund 45 Prozent reduziert (dieStandard.at berichtete), aber noch immer sterben weltweit jede Stunde 33 Frauen während oder nach der Schwangerschaft und Geburt. Die meisten davon in Entwicklungsländern.

Dabei könne schon mit relativ einfachen Mitteln viel bewirkt werden, so Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von Care Österreich in einer Aussendung. "Kampagnen haben sich als sinnvoll erwiesen, die darüber informieren, dass Geburten planbar sind." Frauen und Mädchen müssten über ihren Körper Bescheid wissen und über den Zeitpunkt einer Schwangerschaft aktiv und mit ihrem Partner gemeinsam entscheiden, so Wagner-Hager.

Verbesserung der Müttergesundheit

Die Hilfsorganisation Care erreicht weltweit pro Jahr rund 50 Millionen Frauen und Männer in mehr als 40 Ländern, und möchte mit Informationen und medizinischen Leistungen die Müttergesundheit verbessern. Neben Informationen zur Familienplanung sind laut Care basismedizinische und nachgeburtliche Versorgung wesentlich.

Vor allem in Subsahara Afrika, Südasien und Ozeanien sind die Raten der Müttersterblichkeit hoch. Die Gründe dafür sind Mangelernährung, schlechte Gesundheitsversorgung oder Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt.

Während das Risiko für ein 15-jähriges Mädchen in Subsahara Afrika, während einer Schwangerschaft und Geburt zu sterben, bei eins zu 40 liegt, liegt es in Europa für ein gleichaltriges Mädchen bei eins zu 3.300. "Man darf aber nicht vergessen, dass nicht nur die internationale Gebergemeinschaft in die Pflicht zu nehmen ist", so Wagner-Hager. Auch die jeweiligen Staaten seien dazu angehalten, in ihren Budgets Mittel für Frauengesundheit und die Entwicklung von Mädchen und Frauen einzuplanen. (red, dieStandard.at, 9.5.2014)

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