Belästigung einer Mitarbeiterin: AK ging vor Gericht 

16. April 2014, 11:17
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Aufdringlicher Vorgesetzter zahlte in Vergleich 1.500 Euro 

Linz - Ein leichter Schlag auf den Po brachte das Fass zum Überlaufen: Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat für eine Frau, die von ihrem Vorgesetzten immer wieder belästigt worden ist, die Zahlung von 1.500 Euro erreicht. Der Mann hatte die Vorwürfe zunächst vor Gericht bestritten, dann aber einem Vergleich zugewilligt, teilte die AK Mittwochvormittag in einer Presseaussendung mit.

Unangemessene Bemerkungen über die körperlichen Vorzüge der Frau standen laut Kammer an der Tagesordnung. Noch unangenehmer waren unerwünschte Umarmungen, einmal soll der Mann die Verkäuferin bis aufs Damenklo verfolgt haben.

Entschuldigung per SMS

Immer wieder forderte die Frau ihn auf, die Belästigungen zu unterlassen. Nach dem Schlag im Zuge einer beruflichen Auseinandersetzung wurde es ihr zu bunt, sie meldete den Vorfall dem Geschäftsleiter und wandte sich an die AK.

Ihr aufdringlicher Kollege entschuldigte sich schließlich per SMS bei ihr, vor Gericht bestritt er aber die Vorwürfe. Doch der Geschäftsleiter hatte einen Aktenvermerk, in dem der Beschuldigte den Schlag auf den Po zugab. Deshalb stimmte der Beklagte einem Vergleich zu und bezahlte der Frau letztlich in einem Vergleich eine Entschädigung. (APA, 16.4.2014)

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