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Ezra Jakobi sorgt für herzerfrischendes Israel-Feeling im 1. Bezirk
Wer freitagabends zwischen Karmelitermarkt und Praterstraße wandelt, kann unvermutet Zeuge eines berührenden Schauspiels werden: Auf dem Weg von und zu den Tempeln sind besonders an hohen Feiertagen - wie zum Pessachfest in der letzten Aprilwoche - viele orthodoxe Juden unterwegs: Männer mit Kaftan und exotisch-elegantem, weit ausladendem Strajml-Pelzhut, Frauen mit Perücke, Buben, mit lockigen Pajes unter der Kippa, meist im dunkelblauen Matrosenmantel. Sie sind scheue, aber höchst präsente Zeugen einer Renaissance des orthodoxen Lebens in Wien, die hier gelassen ihren Auftritt zelebrieren.
Ein anderer, keineswegs orthodoxer Beweis der jüdischen Renaissance ist der Imbissstand von Ezra Jakobi, der in seiner lauten Fröhlichkeit so aussieht, als hätte er gestern noch in der Hitze des Dizengoff Boulevard in Tel Aviv gestanden. Sababa heißt das winzige Lokal, was im Hebräischen etwa "super, leiwand" bedeutet. In der Tat: Was Ezra da auf dem kraftvollen Gasgrill produziert, das kann kaum anders beschrieben werden. Lammkoteletts, faschiertes Kalb und Lamm, Chicken Wings und Hühnerbrust liegen sauber aufgespießt in der Kühlvitrine, um von geübter Hand am brüllheißen Grill behandelt zu werden. Der Shawarma-Kebab aus geschichtetem Lamm und Huhn dreht sich beim Fenster. Sein knuspriges Fleisch wird mit Salaten, Zwiebeln und der Sesampaste Tahina in Pita-Brot gefüllt (€ 3,-) oder in hauchdünne, kurz angegrillte Lawash-Fladen gerollt (€ 3,60). Besonders in dieser Version ergibt das eine Sandwich-Delikatesse, die es an Würze, Fleischqualität und schierer Saftigkeit ungeschaut mit jedem Döner der Stadt aufnimmt.
Wer an einem der kleinen Tische Platz nimmt, der duftet zwar bald genauso rauchig wie das ganze Lokal, wird aber mit klassisch orientalischen "combination platters" belohnt, die selbst in Tel Aviv (oder Istanbul) kaum besser munden und an Reichhaltigkeit ihresgleichen suchen. Die Falafel-Platte (€ 8,40) ist ein Berg anmutig gewürzter Kichererbsen-Kugeln, außen knusprig und innen leuchtend grün, mit je einem großzügigen Klacks Humus und Tahina, kreuzkümmeligem Karottengemüse, herrlich würziger Chouka (aus gegrillten Paprika und Tomaten), klassischem Weiß- und Rotkrautsalat und großartigen Salzgurken, weiters Oliven, in Rote-Rüben-Lake eingesäuerte Melanzani und, unverzichtbar, böse, gelbe Mini-Pfefferoni, die unbändige Lust auf weitere Krügel Alt-Brünner (€ 3,40) machen.
Dieselben feinen Zuspeisen finden sich auch bei den Grillgerichten, etwa den wunderbar saftigen Chicken Wings (€ 8,10), nur dass dann noch ein Haufen knusprig-fetter Kartoffel-Chips mit auf den Teller muss. Dazu gibt es Harissa, die Mango-Currysauce Amba und, auf Nachfrage, auch S'chug, die jemenitisch-jüdische Hotsauce aus Chilis, Knoblauch und Koriander. Wer angesichts solcher Portionen noch die Vorspeisenplatte (€ 6,50) bestellt, ist selber schuld: Bis auf zwei Cigarillo-Burekas mit Schafkäsefüllung besteht sie aus den gleichen Salaten und Sauergemüsen, die auch die Hauptspeisen begleiten.
Spätestens da wird klar, dass koscheres Essen im Sababa kein Thema ist: Den "milchigen" Schafskäse dürfte es hier sonst ebenso wenig geben wie die Crevetten im Avocadosalat. "Koscher oder nicht, das kümmert mich nicht sehr", sagt Ezra dazu, "ich will ein Lebensgefühl transportieren." Wie das funktioniert und wie wenig letztendlich dazugehört, kann man im Sababa exemplarisch studieren: einfache Zutaten, routiniertes Grillmanagement, ein klares Konzept mit authentischen Wurzeln; dazu konsequente Design-Verweigerung bei der Gestaltung und Preise, die uns lieben.
Demnächst wird auch der Schanigarten im Gedränge der Rotenturmstraße bezugsfertig sein, was das herzerfrischende Dizengoff-Feeling des Sababa endgültig definieren sollte. (Severin Corti, Der Standard/rondo/01/04/2005)
Sababa,
Rotenturmstraße 19, 1010 Wien,
Tel.: 01 / 533 18 74, So-Mi 10.30-24.00 Uhr,
Do-Fr 10.30-2.00 Uhr
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Vielleicht ist "Ewig-Gestriger" eine gute Bezeichnung, denn nach eineinhalb Jahren auf ein Posting per Beschimpfung zu reagieren ist ein ziemlich starkes Stück. Lesen Sie ein bissel auch in der PRESSE, da habe ich bis vor fünf Jahren auch hin & wieder gepostet... Ausserdem könnte ich Ihnen gerne bei Bedarf ein paar alte Zeitungen zum Lesen überlassen, vielleicht können Sie sich auch heute noch über Bruno Kreisy echauffieren.
Herzelichst
Ihr Lappe
tja, lieber Lappe, das beweist ja nur allzu sehr, daß Sie auch selbst in Ihren alten Postings lesen und schaun, ob jemand darauf reagiert hat inzwischen (auch wenn Monate vergangen sind seit der Erscheinung Ihres Ergusses)
Ihr Schmäh mit dem Rentier ist auch schon sehr ausgelaugt!
Lieber Lappe, wissen Sie was die Tiroler gemeinhin als "lappert" bezeichnen? Sie dürfen sich dessen rühmen!
mfg
lieber lappe, du kannst einem schon sehr auf den geist gehen. im gegensatz zu obenstehendem artikel häufen sich die deutsch-fehler nämlich in deinen äußerungen. schau mal in dein voriges posting: "...die anderen reibten seinerzeit die straße". wo hast denn das gelernt?
abgesehen davon ist mir ein komplettes rätsel, was du uns mit dem etwas unkoordinierten gestammel sagen wolltest. prunksäle? lustig machen? vater? löffel?
sorry, aber bin ich der einzige, der hier nur bahnhof versteht? also bemüh ein bissl deine grauzellen, bevor du nächstes mal eine absonderung tätigst...
Immer der, der die Wortspiele und die Zusammenhänge nicht versteht.
Bitte um Mitteilung ebenhier, wenn seitens "s.b." Bedarf nach Aufklärung besteht. Wir aus dem Samenland lassen unsere Fans nicht dumm sterben, wenn der STANDARD die Postings freischaltet...
Wie immer herzelichst, im Gegensatz zu Ihnen nicht beleidigend und nie jemandem auf den Geist gehend,
Ihr Lappe
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