Hürden auf dem Weg zum Mittelstandsfonds

16. Juli 2005, 23:03
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Kapitalmarktbeauftragter Schenz: Befürchtungen, dass dem Fonds die Liquidität fehlen könnte

Die Realisierung des geplanten Mittelstandsfonds, der im Zuge von Basel II zur Stärkung der Eigenkapitalbasis von Klein- und Mittelbetrieben dienen soll, sei komplizierter als gedacht, meint Richard Schenz, der Kapitalmarktbeauftragte der Bundesregierung.

Es gebe Befürchtungen, dass der börsenotierte Fonds nicht liquide genug sein würde. Die Problematik werde derzeit im Rahmen einer Studie analysiert, die im April fertig werden sollte.

Gipfel mit Skeptikern

Schenz will außerdem einen Gipfel einberufen, der das Ziel hat, gegenüber dem Mittelstandsfonds skeptische Banken zu einer positiven Mitarbeit zu gewinnen. Der Fonds sollte ein attraktives Anlageprodukt sein, das keine hohen, aber sichere Renditen abliefert. "Die KMU sollten von der Entwicklung des österreichischen Kapitalmarktes profitieren", so Schenz.

Asset Backed Securities (ABS) werden laut Schenz bereits heuer möglich sein. Mit der Ausnahme von der Zessionsgebühr durch das Abgabenänderungsgesetz 2004 sei eine große Hürde genommen worden. Auch die Abschaffung des Zessionsverbotes, einer der wichtigsten Voraussetzung für ABS, sei im Laufen. (APA, red)

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