Schweiz geht Hinweisen auf Pinochets Geheimkonten nach

13. Mai 2005, 22:57
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17 Millionen Dollar auf 125 Konten - Ex-Diktator war angeblich mit acht falschen Pässen unterwegs

Bern - Auch die Schweiz geht angeblichen Geheimkonten von Ex- Diktator Augusto Pinochet nach: Die chilenische Justiz bat die Bundesbehörden, allfällige Bankdokumente auszuhändigen. Die Sperrung der Konten verlangte sie aber bisher nicht. Der US-Senat prüft zurzeit Berichte, wonach Pinochet große Geldsummen in mehrere Länder ausführte. Insgesamt sollen Pinochet und seine Umgebung über rund 125 Konten in aller Welt verfügen. Auf diesen Konten liegen angeblich rund 17 Millionen Dollar (13,11 Mio. Euro).

Chilenische Medien berichteten diese Woche, in den USA seien bereits Konten entdeckt worden, die Pinochet und seine Vertrauenspersonen unter falschem Namen geführt hätten. Häufig seien Geldbeträge von einem Konto aufs nächste verschoben worden.

Acht Pässe

Nach früheren Berichten bediente sich Pinochet dabei mindestens acht verschiedener Pässe mit falschen Namen. Richter Sergio Munoz ermittelt gegen den 89-Jährigen wegen der unklaren Herkunft der Dollarmillionen und wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung.

Pinochet steht bereits wegen Mordes und Entführung während der Militärdiktatur zwischen 1973 und 1990 unter Anklage. (APA/sda)

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