Annan-Sohn Kojo wird gerügt

18. April 2005, 00:22
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Weil er seinen Vater nicht rechtzeitig über seine Beziehungen zur Schweizer Firma Cotecna informiert hatte

New York/Genf - In dem Volcker-Bericht wird Kojo Annan dafür gerügt, seinen Vater nicht rechtzeitig über seine Beziehungen zu der Schweizer Firma Cotecna informiert zu haben. Kojo Annan arbeitete von Dezember 1995 bis 1997 für das Schweizer Unternehmen. Bis Ende 1998 war als Berater der Firma tätig. Zur Zeit seines Ausstiegs aus dem Unternehmen wurde der Cotecna ein Großauftrag zur Überprüfung aller humanitären Güter für den Irak erteilt.

Eine Verbindung zwischen der Auftragsvergabe und der Tätigkeit Kojo Annans wird von allen Beteiligten bestritten. Nach Informationen der New York Times soll Annan junior knapp 400.000 Dollar (308.119 Euro) von Cotecna erhalten haben. Er selbst hatte dies lange Zeit verheimlicht. Kofi Annans Kabinettschef Mark Malloch Brown betonte kürzlich: "Tatsache ist, dass Kojo zugegeben hat, seinen Vater hinters Licht geführt zu haben. Ein Vater kann nicht für das Handeln seines erwachsenen Sohnes schuldig gesprochen werden." (dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 30.3.2005)

  • Firmenberater Kojo Annan.
    foto: studio curchod

    Firmenberater Kojo Annan.

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