Gentoo Linux 2005.0 veröffentlicht

Redaktion
14. April 2005, 16:07
  • Ein Gentoo-Pinguin: Klein und flink
    foto: archiv

    Ein Gentoo-Pinguin: Klein und flink

Quellcode-basierte Distribution in neuer Version für zahlreiche Prozessorarchitekturen und aktueller Softwareausstattung

Die EntwicklerInnen des Gentoo-Projekts haben eine neue Version ihrer Source Code-basierte Linux Distribution zum Download freigegeben. Gentoo Linux 2005.0. Die neue Version kann unter anderem mit einer beeindruckenden Liste von unterstützten Hardware-Plattformen aufwarten, neben den "Klassikern" x86 und PowerPC sind das auch AMD64, Alpha, SPARC und PPC64.

Ausrichtung

Gentoo zielt besonders auf OS-EnthusiastInnen ab, die immer die neueste Software haben "müssen" und diese optimal ihren Bedürfnissen anpassen wollen, insofern versteht sich das Projekt als Meta-Distribution, aus der sich jeder sein perönliches Linux zusammenbasteln kann. Entsprechend richtet sie sich aber auch nicht an EinsteigerInnen, ein grafischer Installer ist - vorerst noch - vergeblich zu suchen, statt dessen gibt es eine detaillierte Schritt für Schritt-Anleitung zur Einrichtung eines Gentoo-Systems.

Zusammenstellen

Bei Gentoo werden alle Pakete direkt aus den Quelltexten "kompiliert" also in Binärdateien umgesetzt, da dies einige Zeit in Anspruch nehmen kann, bietet das Projekt für alle unterstützten Plattformen CDs mit vorkompilierter Software an. Gentoo Linux 2005 kann kostenlos in Form der verschiedenen CD Images von der Seite des Projekts heruntergeladen werden, neben den klassischen FTP-Servern empfiehlt sich dabei vor allem der Download per Bittorrent.

Vorteile

Bestehende NutzerInnen von Gentoo brauchen keine neue Installation vornehmen, ein einfaches "emerge sync" und "emerge -u world" bringt ihr System auf den aktuellsten Stand. Ursprünglich hätte Gentoo Linux 2005.0 schon vor einigen Wochen erscheinen sollen, aufgrund von aktuellen Sicherheitslücken in einigen zentralen Pakten hat man sich aber für einen vollständigen Rebuild für alle Plattformen entschieden. (apo)

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14 Postings
neues forum unter www.linux-club.at

es gibt ein neues forum auf www.linux-club.at

@apo: Im Artikel wird PPC64 zweimal aufgezählt.


@mindmedic: Sehen Sie sich ein Linuxforum an und suchen Sie dort nach Debian vs. Gentoo ;)

hihi

> ein einfaches "emerge sync" und "emerge -u world"
> bringt ihr System auf den aktuellsten Stand ...

nur muss man einiges, was aktualisiert wurde, erst recht wieder reparieren. wie war das noch mit dem letzten udev-update? ;)

Gentoo is eh nix für Leute für Anfänger...habe auch noch ab und zu probleme. Aber die Leute auf forums.gentoo.org sind alle spitzenmässig. bis jetzt hab ich es 1x installiert (vor 2 jahren) und es läuft und läuft.

jo. es ist wie eine modelleisenbahn - ich liebe es.

wennst das nicht willst, nimm halt woody ;-)

Der Debian vs. Gentoo -kampf ist ja mittlerweile schon spannender als Linux vs. Windows ;-)

mir war nicht bewußt, daß es einen debian vs. gentoo-kampf gibt? wo?

Versuch mal in irgendeinem Linuxforum eine Diskussion zu starten warum apt-get/emerge besser/schlechter ist, dann gehts ziemlich rund...

http://funroll-loops.org/

Slackware

alternativen gibts ... und slackware ist eine von denen

Jau! Noch ein Slack-Enthusiast. Ich verfasse gerade einen ausführlichen Artikel über 10.1 fürs nächste Linux Pratique (F). Hab sie alle ausprobiert (Mandrake, RH, Debian, Gentoo, ...) und bleibe bei Slack. Alte Liebe rostet nicht.

mfg,

ich habe bis vor 3-4 jahren nur FreeBSD verwendet. dann habe ich ein Notebook (damals IBM X30, danach X31) gekauft und wegen ACPI support auf dem Notebook Slackware installiert. ein paar Monate später habe ich Slackware auch auf dem Desktop gehabt, weil es MythTV nicht für FreeBSD gab ... heute habe ich nur Slackware :-) und das beste MultimediaSystem überhaupt ;-)

das einzige, was ich mir überlege ist alle Core Packages von der Slackware CD als i686 oder Pentium 4 wegen Notebook neuzukompilieren ... um meine eigene Slackware-Ausgabe zu haben ... aber damit werde ich wahrscheinlich auf Slackware 11.0 warten.

Vielleicht liegt das daran, dass hier ausschliesslich Profies am Werk sind?

debian vs. gentoo

verpass ich da was oder hamn die nix miteinander zu tun?

gemeinsamkeit

ein ähnlicher social contract. aber ich glaub das ist schon alles.

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