Hohes Haus jetzt auch auf der Staatsoper

17. Mai 2005, 18:51
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Absturzgefahr - Pegasus Pferd auf der Oper hat gefährliche Risse bekommen

Wien- Auch auf der Wiener Staatsoper thront nun ein "Hohes Haus": Ähnlich wie bei der Renovierung der Quadrigen auf dem Parlament, soll das Haus die Skulpturen bei der Sanierung schützen.

Bei einer der beiden bronzenen Pegasus Pferde-Skulpturen auf der Oper wurden laut Tageszeitung "Kurier" im Bereiche der Füße gefährliche Risse festgestellt. Ein Absturz wäre bereits möglich. Als Sofortmaßnahme wurde das geflügelte Pferd eingehaust. Die Hütte dient als Plattform für die Restauratoren und soll außerdem die Belastung der Figur durch Sturmböen mindern. Auch die zweite Pegasus-Skulptur auf dem Dach der Oper weist Schäden auf. Eine Einhausung dürfte dort jedoch noch nicht notwendig sein, erklärte Bruno Maldoner Bundesdenkmalamt (BDA).

Wirtschaftsministerium lehnte Sanierungskosten ab

Die projektierten Kosten von 350.000 Euro werden von den Bundestheatern bezahlt. Obwohl der Bund Eigentümer der Oper sei, habe das zuständige Wirtschaftsministerium abgelehnt, sich an den Kosten zu beteiligen, erklärte Georg Springer, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding, gegenüber der APA. Für Springer fällt die Restaurierung der Skulptur nicht in den Bereich laufender Instandhaltungen, sondern ist eine bauliche Maßnahme.

Keine Auswirkungen für Kinderoper

Auswirkungen auf den Spielbetrieb des Kinderopernzelt am Dach der Staatsoper habe die Restaurierung nicht.

Geschichte der Skulpturen

Die beiden Skulpturen stammen von Ernst Julius Hähnel, sie sind oberhalb der Loggia postiert. Die ursprünglichen Pegasus-Figuren von Vinzenz Pilz waren dem Zeitgeschmack um 1870 zu monumental und wurden entfernt und in die USA verkauft. (APA)

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