Herresaffäre: Staatsanwaltschaft Innsbruck prüft noch

16. Mai 2005, 19:19
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Abschluss zu Vorfällen in Landecker Kaserne voraussichtlich in etwa zwei bis drei Wochen - Gleiches gilt für Prüfung von Freistadt

Innsbruck - Die mit der Prüfung der Vorkommnisse in der Tiroler "Pontlatz-Kaserne" in Landeck betraute Innsbrucker Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Zur Zeit befinde man sich noch im behördlichen Prüfungsverfahren, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wilfried Siegele am Donnerstag. In Oberösterreich prüft die Staatsanwaltschaft noch die Vorwürfe rund um die Kaserne Freistadt.

Mit einem Abschluss könne man "ohne Gewähr" in etwas zwei bis drei Wochen rechnen, hieß es in Tirol. Die Übergriffe auf Rekruten in Landeck sollen sich im Dezember des Vorjahres im Rahmen eines so genannten "Kampftages" ereignet haben. Bei dem Training für Auslandseinsätze war es zu Fesselungen mittels Kabelbindern und stundenlangem Schlafentzug sowie Scheinfolterungen gekommen. Beteiligt waren Grundwehrdiener der Nachschub- und Transportkompanie der Innsbrucker Standschützenkaserne und der Aufklärungskompanie der Pontlatz-Kaserne, hatte es geheißen.

Nach den Misshandlungsvorwürfen in der Kaserne Wels (OÖ) ist das Verfahren von der zuständigen Staatsanwaltschaft eingestellt worden. Es habe keine Hinweise auf ein gerichtlich strafbares Verhalten gegeben, teilte die Staatsanwaltschaft Wels mit. Zur Kaserne Freistadt - dem eigentlichen Auslöser der Misshandlungs-Diskussion - wollte man sich vorerst nicht äußern. Hier sollen in den nächsten Wochen die Ermittlungen abgeschlossen werden. (APA)

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