Zwieback als Einstiegsdroge zu Pommes und Chips ...

27. März 2005, 20:00
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Britische Forscher: Kinder entwickeln früh visuell geprägte Vorstellungen vom "idealen Essen" - Farben scheinen große Rolle zu spielen

Birmingham - Die kulinarischen Vorlieben von Kindern werden bereits in ihren frühesten Jahren festgelegt. Laut einer Studie der University of Birmingham entwickeln Kinder sehr früh "visuelle Prototypen" ihrer bevorzugten Lebensmittel, berichtet BBC.

Die Psychologen konnten feststellen, dass Babys, deren erste feste Nahrung Zwieback war, auch in ihrem späteren Leben bräunlich-gelbe Lebensmittel - beispielsweise Kartoffelchips und Pommes - bevorzugten. Jene Babys, die noch vor Vollendung des ersten Lebensjahres mit abwechslungsreichen Lebensmitteln gefüttert wurden - darunter auch Obst und Gemüse -, zeigten auch in ihrem späteren Leben eine größere Vorliebe für diese Produkte. Verweigern Kinder den Konsum bestimmter Lebensmittel, ohne sie auch nur gekostet zu haben, so ist dies auf eine Unvereinbarkeit mit ihren visuellen Vorstellungen vom "idealen Essen" zurückzuführen. Aus dieser Erkenntnis erklärt sich auch die Abneigung so vieler Kinder gegenüber grünen Lebensmitteln, erklären die Experten.

"Heute gibt es bei den Eltern große Besorgnis und Unsicherheit über die richtige Ernährungsweise ihrer Kinder. Darum greifen viele Eltern auf Babynahrung im Glas oder aus der Packung zurück. Auf Grund der Ergebnisse der aktuellen Studie ist es besonders wichtig, bereits im frühen Kindesalter für eine ausgewogene Ernährung von Kinder zu sorgen, um einen guten Grundstein für ihr späteres Ernährungsverhalten zu legen. Darum sollten die Kinder möglichst früh mit den verschiedenen Farben, Formen und Beschaffenheiten gesunder Produkte vertraut gemacht werden", erklärte Gillian Harris vom Forscherteam.(pte)

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