"Situation dramatischer als bei der SPÖ nach Klima"

24. März 2005, 08:31
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Parteienforscher Sickinger: FPÖ hat 3,2 Millionen Euro Schulden - Wiener bekommen mehr Subventionen als gesamte Bundespartei

Wien - Die Infoillustrierte "News" berichtet in ihrer kommenden Ausgabe von dramatischen Einnahmenausfällen bei der FPÖ. Demnach verlieren die Freiheitlichen hochgerechnet auf die gesamte Legislaturperiode staatliche Zuwendungen in Höhe von rund 20 Millionen Euro.

Offiziell werden die Schulden der Bundespartei mit 3,2 Millionen Euro beziffert. Parteienforscher Hubert Sickinger: "Weil die FPÖ bei der letzten Nationalratswahl drei Fünftel ihrer Wähler verloren hat, muss sie heute mit einem in Relation noch deutlich drückenderen Schuldenstand kämpfen, als die SPÖ im Jahr 2000." Sickinger weiter: "Der Grund liegt darin, dass die FPÖ laut ihren eigenen veröffentlichten Rechenschaftsberichten außer staatlicher Parteienförderung und Abgaben ihrer Mandatare über nahezu keine sonstigen Einnahmen verfügt."

Wiener mit Reserven

Die einzige Landesorganisation der FPÖ, die über erkleckliche Geldreserven verfügt, ist die Wiener Partei unter Führung des Haider-Rivalen Heinz-Christian Strache. Die jährliche Parteienförderung durch die Stadt Wien ist mit 5,5 Millionen Euro höher als die gesamten Subventionen für die Organisationen der Bundespartei.

Sickinger über die Wiener FP: "Dieses Geld kann sie auch ohne große Einschränkungen verwenden. Im Gegensatz zu anderen Landesparteien können die noch einiges ausgeben und werden dann trotzdem nicht schwer verschuldet dastehen."

Ebenfalls gut bei Kasse sei die Freiheitliche Parteiakademie unter dem Haider-Gegner Ewald Stadler. (red)

  • Die FPÖ hat mit dramatischen Einnahmeausfällen zu kämpfen
    montage: derstandard.at

    Die FPÖ hat mit dramatischen Einnahmeausfällen zu kämpfen

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