Weitere Klage rund um Homepage von Tiroler Tiwag-Kritiker

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Landesenergieversorger brachte auch Unterlassungsklage gegen Provider ein

Das juristische Tauziehen um die Homepage des Ötztaler Tiwag-Kritikers Markus Wilhelm geht weiter. Die im Landeseigentum befindliche Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag) brachte eine zusätzliche Unterlassungsklage ein, teilte der Aktivist am Mittwoch mit.

100.000 Euro

Die Klage richtet sich laut Wilhelm gegen den Innsbrucker Provider seiner Webseite www.dietiwag.org.. Die dort veröffentlichten Inhalte würden - für "jedermann, auch den juristischen Laien, erkennbar" - gegen Rechte der Tiwag verstoßen, heiße es darin. Es gehe um einen Streitwert von 100.000 Euro. Schon vor einigen Tagen hatte der Energieversorger eine Unterlassungsklage gegen Wilhelm selbst eingebracht und einen Antrag auf Einstweilige Verfügung gestellt. In diesem Fall beträgt der Streitwert 500.000 Euro.

Kraftwerksgegner

Der in Sölden wohnhafte Kraftwerksgegner ließ sich indes von den Klagen vorerst nicht beirren: "Solange es irgendwie geht, werde ich weiter machen", zeigte sich Wilhelm kämpferisch.

Der Vermieter von Ferienwohnungen veröffentlicht auf seiner Homepage geheime Details über die Cross-Border-Leasing-Geschäfte der Tiwag mit US-Investoren. Auf Druck der Tiroler Wasserkraft wurde seine alte Webseite www.dietiwag.at vom Netz genommen. Daraufhin änderte Wilhelm seine Internet-Adresse und ist seither unter www.dietiwag.org. online.(APA)

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