78 Journalisten im Jahr 2004 getötet

3. Mai 2005, 14:58
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"Eines der schlimmsten Jahre" in der IPI-Statistik - Irak gefährlichstes Land

78 Journalisten sind nach Angaben des International Press Institute (IPI) im Vorjahr getötet worden. 2004 war damit "eines der schlimmsten Jahre", seit die in Wien ansässige Organisation ihre Statistik führt, teilte das IPI am Dienstag anlässlich der Veröffentlichung des "World Press Freedom Review 2004" mit. 2003 hatte man 64 getötete Journalisten eruiert. Hauptthema des Österreich-Kapitels in diesem Bericht ist die ausgeprägte Medienkonzentration.

23 getötete Medienmitarbeiter im Irak

Der tödlichste Ort für Journalisten war auch 2004 der Irak: 23 Medienmitarbeiter wurden dort getötet. Asien und der Mittlere Osten mit Nordafrika waren mit jeweils 27 toten Journalisten die gefährlichsten Regionen; in Nord- und Südamerika kamen 15 ums Leben, zwei in Afrika und immerhin sieben in Europa.

Scharf kritisiert wird von IPI-Direktor Johann P. Fritz der lasche Umgang mit Morden an Journalisten in vielen Ländern. Die Behörden würden gründliche Ermittlungen unterlassen. Dies gelte vor allem für die Philippinen, in Europa unter anderem für Russland, Weißrussland und die Ukraine. "Wenn viele Staaten sich zu Demokratie bekennen, sollten ihre Behörden den Schaden, Verbrechen an Journalisten ungestraft zu lassen, erkennen und sicher stellen, dass jene, die die ultimative Form der Zensur ausüben, bestraft werden", forderte Fritz. (APA)

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IPI

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