Sorge um Gewässer in Österreich

10. Juli 2005, 19:35
posten

Wasserexperte: Letzte unverbaute Flussabschnitte "müssen für die E-Wirtschaft tabu sein"

Wien - "Der Zustand der heimischen Gewässer ist keinesfalls berauschend", konstatierte am Montag Georg Raffeiner, Wasserexperte des Umweltdachverbands, zum heurigen "Weltwassertag". Er zitiert die Bestandsanalyse nach EU-Richtlinien, der zufolge es derzeit nur bei 17 Prozent der österreichischen Fließgewässer kein Risiko gebe, bis zum Jahr 2015 einen guten Zustand zu erreichen.

Konkret durch Kraftwerksprojekte bedroht seien auch die letzten unverbauten Flussabschnitte Österreichs. "Diese Bäche und Flüsse müssen für die E-Wirtschaft tabu sein", sagte Raffeiner und forderte ein "Nationales Gewässerschutzprogramm". Der Umweltdachverband fordere in diesem Zusammenhang eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit. Die Eigenverantwortung der Bürger ist laut Raffeiner "jedenfalls der Schlüssel für eine nachhaltige Wasserzukunft in Österreich."

Benefizkonzert

Das Österreichische Rote Kreuz, das derzeit täglich rund eine halbe Million Menschen im südasiatischen Katastrophengebiet des Tsunamis mit Trinkwasser versorgt, wird bis 2010 rund 260 Millionen Euro für Wasserprojekte in diesen Regionen ausgeben. "Um diese wertvolle und nachhaltige Hilfe aufrechterhalten zu können, sind wir auf Spenden angewiesen", sagte am Montag Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. Daher werden die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Franz Welser-Möst am Dienstag ab 19.30 Uhr im Großen Saal des Wiener Konzerthauses ein Benefizkonzert geben. Alle Einnahmen werden Trinkwasserprojekte unterstützen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22. 3. 2005)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.