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Die Abwechslung bei Tisch ist dadurch zwar gewaltig verbessert worden, aber nicht minder gewaltig erschwert ist die Kommunikation, wenn man bei einem anderen als seinem Stammbäcker einkaufen geht: "Ich hätte gerne ein…." (Fingerzeig). "Ein Oliven-Ciabatta?" "Nein, das daneben" (abermaliger Fingerzeig). "Den Sechskorn-Spitz?" "Nein, dahinter" (dritter Fingerzeig).
Der leicht gereizte Unterton der Verkäuferin läßt darauf schließen, dass die Bildungslücke des Kunden nicht estimiert wird. "Aso, das Aborigines-Weckerl wollen's." Jawoll, auch ein solches gibt es, und zwar beim Bäcker Ströck. Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen auch die Entwicklungsarbeiten am Indigenen-Spitz schon weit fortgeschritten sein.
Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
Wenn die Araber aufmucken
Ein Drink zu guter Letzt
Würzige Worte über Weine
Handfeste Hinweise
Nüchterne Zusammenarbeit
Mit dem Kopf gegen die Wand
Wenn Mimen in die Jahre kommen
Preise als Parodien
Himmlische Wortbildungen
Verzicht, einmal anders
Unaussprechlich von A bis Z
Reflexiver und sonstiger Alkoholgenuss
Schamhafte Schreibungen (Fortsetzung)
Landsmannschaftlicher Sprachstolz
Zorn im Sesambrötchen
Betagte Vorfahren
Knappe Charakteristiken vom Adabei
Ein billiger Pizzabelag
Pars pro toto
Verbalisiertes Kleingebäck
Unliebsame Überraschungen
Schleichwerbung von unten
Talk unter Investmentbankern
Das Geheimnis der Unwiderstehlichkeit
Widerwilliges Geldausgeben
Unter dem Einfluss von Kalorien oder Alkohol
Ein aufdringliches Medienparadoxon
Ein brünstiges Verbum
Nationale Pendants zu Germano-Promis
Schmückende Beiworte
Ein Wort für den Whirlpool
Metaphorisch verwendete Geräte
Eine uralte Formulierung im Computermilieu
Ein Mittel gegen Kopfbeschwerden
Süchtigmachende Silbenkombinationen
Eine Metapher geht in die Luft
Aus dem Mundwerk der Handwerker
Urlaub auf poetisch
Was ist daran böse?
Schamvolle Schreibweisen
Ein Rückwanderer
Man spürt den Frühling
Ein Prachtformulierung im Radio
Entspannende Aktivitäten aller Art
Verwirrend am Schutzweg und anderswo
Nicht nur zu den Frankfurtern
... ist derb, aber anschaulich
Ironischer Tribut an sprachliche Anstandsvorschriften
In nicht alltäglicher Gewandung
Spannt im Märzen die Rösslein ein
Eine deutsch-griechische Volkskrankheit
Nicht mehr ganz taufrisch
Kein Land wie jedes andere
Jetzt mit erweiterter Bedeutung
Wenn etwas auf die Nerven geht
Ein zeitweiliger Verlust der Contenance
In der Vorauswahl zur Preisvergabe 2006
Es darf ein bisschen weniger sein
Hinweis auf ein kleines Übersetzungsproblem
Amtshandlung mit einem neuen Begriff
Aversionen kann man gegen alles Mögliche haben - auch gegen Aussprüche
Eine hübsche neue Wortkreation aus dem Umfeld der Bildzeitung
ist faustdick im Trend
... steht eine dicke fette Phrase
wieder einmal zu aktualisieren, weise ich hiermit auf den "Felix" hin, der meiner Aufmerksamkeit bisher durch die Lappen gegangen ist, sich aber nach wie vor beim Bäcker "Mann" herumtreibt. Für den Fall, dass ihnen der Name "Felix" zu unspezifisch ist, hier einige der Mann-Homepage entnommene Informationen zur Machart dieses Kleingebäcks: Es handelt sich um ein "ein softy Spezialweckerl mit Karotten und rotem Traubenkonzentrat. Dieses Weckerl zeichnet sich durch seine besonders weiche (softy) Krume aus, wodurch eine lange Verzehrsfrische gegeben ist."
Negerbrot
Negerköpfe
Mohrenkopf
Mohr im Hemd
Negerlein
Negerkuß
alles kommt durch's Hintertürl wieder. Gut, hat sich ja auch schon gehörig abgelutscht, die PC.
Indianerweckerl?
Aboriginalweckerl?
Zigeunerräder?
Türkenbund
Judenkirsche
Russen (eing'legte Heringe)
Burenwurst
Krawatte
Na geh, das artet aber zu postmoderner Beliebigkeit aus - wie langweilig.
Ich fühle wärmstens mit dem Frust der Kuhantilope oder gar des Katzenhais. Auch die Kreuzotter ist unglücklich, im Bauhaus arbeitet das Leistenkrokodil.
Bäckerschupfen wird wieder in.
Am besten auf der neu renovierten Promenade am Donaukanal in einer fixen Anlage. Nicht für zu kleine Semmeln, sondern für deppert benannte? Platsch!
meint mein moritz auch. kommt aus mauritius, der maure und wurde als maurice ein ritterlicher kavalier, hatte alle möglichen karrieren, der kleine morris als minderbemitteltes kfz, als grosser westerncomiczeichner vater von lucky luke - mavro bleibt mavro, ob in griechenland oder anderswo - politisch korrekteres schwarz, weil griechischstämmig als das lateinische negro
"Frische Seelen" ... so lautete die Werbebotschaft im deutschen Biberach. Klang wie eine Botschaft aus der Hölle, doch als ich dann zum Seelenverkäufer ging, wars doch nur ein Bäcker, der mir eine Ortstypische Backware verkaufte. (Wie ein längeres und weicheres Salzstangerl ohne Salz)
Das sind die mit den Kürbiskernen drauf. Allerdings muss ich zugeben, dass ich diese Bezeichnung beim Bäcker noch nicht gelesen hab, ist wohl doch zu makaber... Aber jedenfalls schaun die sicher eher so aus, wie sie heißen, als die Aborigines-Weckerln!
Einerseits gibt's jetzt schon 2-3 Sorten Schokokipferln (mindestens !), dafür gab's in meiner Kindheit noch in fast jeder Bäckerei Schneeballen, die man jetzt nirgends mehr findet... schade !!! Man hat ein bisschen das Gefühl, dass manche Bäckereien krampfhaft probieren, originell zu sein.
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