Kaum Interesse an Schmalspur-Windows

4. April 2005, 13:05
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XP Starter Edition erweist sich bisher als Ladenhüter - Auch Partner des Konzerns bieten lieber "leere" Rechner oder Linux an

Wenig erfolgreich sind bisher offenbar die Bemühungen von Seiten Microsofts sein Billig-Windows unter die Leute zu bringen. Die Windows XP Starter Edition war ursprünglich ins Leben gerufen worden, um mit einem niedrigen Preis in jene asiatischen Märkte vorzudringen, in denen sonst vor allem illegale Kopien vorherrschen.

Kaum Interesse

Vorerst scheint dieses Unterfangen allerdings noch kaum Früchte zu tragen, wie c'net berichtet. Zwar hat der Softwareriese 15 Firmen - von lokale Shops bis zu multi-nationalen Konzernen - gefunden, die die Starter Edition in ihr Programm aufgenommen haben, ein Verkaufserfolg zeichnet sich bisher aber nicht ab. So konzentrieren sich die meisten der Unternehmen auf andere Produkte, so etwa Systeme mit der Windows XP Home Edition, einige der Microsoft-Partner liefern noch immer Systeme ohne Betriebssystem aus, eine der kooperationswilligen Firmen hat sogar eine Linux-Lösung im Angebot.

Angebot

Das Problem dürfte dabei vor allem ein Kostenargument sein, so gibt es die Starter Edition in Malysien zwar bereits für 34 US Dollar, eine illegale Kopie von XP Home oder Professional Edition kann jedoch auf den meisten öffentlichen Märkten wesentlich billiger erstanden werden. Microsoft will nun mit neuen Verkaufsstrategien gegensteuern, laut Mike Wickstrand, Microsofts Windows Produktmanager, gebe es verschieden Überlegungen direkter an den Markt heranzukommen.

Verbreitung

Bisher gibt es die Windows XP Starter Edition nur für Malysien, Thailand und Indonesien, dieses Jahr sind allerdings noch Veröffentlichung für den russischen und indischen Markt geplant. Gegenüber dem regulären Windows gibt es zahlreiche Einschränkungen, unter anderem in der Anzahl der gleichzeitig ausführbaren Programme. (red)

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