MIT für Open Source statt Windows

6. April 2005, 10:46
48 Postings

Angesehenes Technologieinstitut rät Brasilien zur Verwendung freier Software statt propietärer Lösung für "Armencomputer"

Unterstützend für Open Source und im Speziellen Linux hat sich das Media Lab des angesehenen Massachusetts Institute of Technology (MIT) geäußert. In einem Brief an die brasilianische Regierung rät der Direktor des Media Labs, Walter Bender, zum Einsatz von Linux für den geplanten "Armencomputer".

Deutlich

"Wir treten für die Verwendung von hochqualitativer freier Software statt abgespeckten Versionen von teureren propietären Lösungen ein" heißt es in dem Schreiben unmißverständlich. Bender weißt im folgenden auch noch darauf hin, dass "freie Software eine wesentlich besseres Preis/Leistungsverhältnis habe".

Entscheidend

Konkret steht die bereits mehrmals verschobene Entscheidung der brasilianischen Regierung für die Ausstattung des sogenannten "Armencomputers" an. Zur Auswahl stehen dabei eine reine Open Source / Linux-Lösung und ein abgespecktes Windows, während manche Regierungsmitglieder für die alleinige Linux-Lösung votieren, weisen andere daraufhin, dass mit einer - zusätzlichen - Windows-Version mehr Leute angesprochen werden könnten, die schon an Microsoft-Programme gewöhnt seien.

Verbindung

Ziel der Kampagne - die unter dem Titel PC Conectado laufen soll - ist es, bis zu eine Million Rechner zu verkaufen, und vor allem die Computerverbreitung in den ärmeren Bevölkerungsschichten des Landes zu verbessern. (red)

  • Artikelbild
Share if you care.