Salzburger Festspiele geben Dirigenten bekannt

6. Mai 2005, 18:57
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Carlo Rizzi übernimmt "La traviata", Adam Fischer "Cosi fan tutte"

Salzburg - Carlo Rizzi wird im Sommer 2005 die Neuproduktion von Verdis "La traviata" dirigieren, sein ungarischer Kollege Adam Fischer übernimmt die Leitung von "Cosi fan tutte": Mit diesen Verpflichtungen konnten die Salzburger Festspiele die schwierige Situation beenden, die nach dem Tod von Marcello Viotti und der Absage von Philippe Jordan im Februar eingetreten war, wie das Festival mitteilte.

Für Carlo Rizzi bedeutet das Engagement sein Debüt bei den Festspielen. Der gebürtige Mailänder, der seit vielen Jahren in Großbritannien lebt, gewann 1985 den Toscanini-Wettbewerb und hat seither ein Repertoire von über fünfzig Opern an international führenden Bühnen dirigiert. An der Mailänder Scala leitete er "Madama Butterfly" und "Turandot", am Royal Opera House Covent Garden u.a. "La traviata", "Cosi fan tutte", "Otello" und "Il trovatore"; das Publikum der Metropolitan Opera New York lernte ihn mit Neuproduktionen von "Lucia di Lammermoor" und "Norma" kennen, an der Pariser Opera Bastille widmete er sich Verdis "Rigoletto" und "Simon Boccanegra". Auch an der Bayerischen Staatsoper München, der Deutschen Oper Berlin und dem Opernhaus Zürich war Rizzi bereits zu erleben. Von 1992 bis 2001 verantwortete er als Generalmusikdirektor obendrein die Geschicke der Welsh National Opera.

Adam Fischer wiederum stand in den letzten vier Sommern in Diensten der Bayreuther Festspiele: als Dirigent von Wagners "Nibelungen"-Ring in der Inszenierung von Jürgen Flimm. Geboren in Budapest, absolvierte er sein Kapellmeisterstudium bei Hans Swarowsky in Wien und gewann 1973 den Guido Cantelli Wettbewerb. Noch im selben Jahr gab er seinen Einstand an der Wiener Staatsoper. Neben seinen Chefpositionen - gegenwärtig amtiert Fischer als Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim - gastierte er an vielen renommierten Opernhäusern: in Mailand, Paris, London, San Francisco, New York, München, Zürich, Amsterdam und Berlin, um nur einige zu nennen. Adam Fischers Vorliebe für die Wiener Klassik dokumentiert sich nicht zuletzt in der Gründung des Haydn-Festivals in Eisenstadt und einer Gesamtaufnahme aller Haydn-Symphonien. (APA)

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