Brigittenauer Gymnasium wird zur "Pop-AHS"

4. November 2005, 13:20
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Ab Herbst soll es in der Schule "rocken" - Komposition, Studiotechnik und auch Moderation soll Branchenkenntnis vermittelt werden

Wien - Musikgymnasien, die sich der klassischen Musik verpflichtet fühlen, sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Im Brigittenauer Gymnasium in Wien wird es ab dem kommenden Schuljahr dagegen "rocken": Mit dem Oberstufen-Model "Audio-ORG" sollen Jugendliche für den Einstieg ins Musik-Business vorbereitet werden.

Zu den Lehrinhalten gehören unter anderem Kompositorik, Ton- und Videotechnik sowie Radiomoderation, außerdem werden Kenntnisse im Bereich von Harddiscrecording, Live-Abmischungen, Studiotechnik und Konzertorganisation vermittelt. "Daneben" wird natürlich auch die "normale" Ausbildung bis zur Matura absolviert.

Derzeit Paradeschule für Leistungssportler

Derzeit ist das Brigittenauer Gymnasium vor allem als Paradeschule für Leistungssportler wie Schwimmerin Mirna Jukic bekannt. Mit dem "Audio-ORG" soll nun ein weiterer Zweig etabliert werden. Neben der Arbeit am Instrument und im Tonstudio werden auch Kenntnisse in Werbung, Marketing und Urheberrecht auf dem Lehrplan stehen. Dies funktioniert durch die Einbeziehung dieser Themen in Fächer wie Musik, Sprachen (Werbetexte, Radiosendungen verfassen, Texte schreiben, etc.), Bildnerische Erziehung (Filmgestaltung, Grafische Grundlagen für die Gestaltung von Plakaten, CD-Cover), Geografie und Wirtschaftskunde (Marketing, Copyright) und Informatik (Bearbeiten von Audioaufnahmen, Arbeiten mit Sequenzerprogrammen etc.)

Gute Nachricht für alle Interessierten: Für das kommende Schuljahr sind noch Plätze frei, so Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (S) bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.(APA)

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