Paybox will Mobilkom-Mitbewerber als Partner

24. März 2005, 10:31
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Handy- Bezahlsystemfirma peilt heuer 200.000 Kunden und 5.000 Akzeptanzstellen an

Der Handy-Bezahlsystem-Anbieter paybox austria, eine 100-prozentige Tochter des führenden Mobilfunkbetreibers Mobilkom Austria, will seine strategischen Partnerschaften ausbauen. "Wünschenswerte" künftige Partner wären andere Mobilfunkbetreiber und Banken, sagte paybox-Geschäftsführer Jochen Punzet am Donnerstag vor Journalisten. Die Zahl der Kunden soll heuer auf 200.000 steigen.

Weit hinter den Erwartungen

Die Nutzung von M-Commerce liegt noch immer weit hinter den Erwartungen der Handynetzbetreiber zurück: Erst 150.000 der insgesamt knapp 8 Millionen österreichischen Handykunden bezahlen derzeit mit dem paybox-System übers Handy, mehr als 50 Prozent davon sind Mobilkom-Kunden. Punzet zeigte heute dennoch optimistisch: Die Einstellung zum mobilen Bezahlen entwickle sich bei Endkonsumenten und Wirtschaft zunehmend positiv. Die Zahl der Akzeptanzstellen von paybox soll heuer von 4.000 auf 5.000 steigen. paybox erwirtschaftete 2004 mit 15 Mitarbeitern einen hochgerechneten Umsatz von rund 14 Mio. Euro.

Die beliebtesten paybox-Services sind m-parking, Lotto am Handy, das Herunterladen von mobilem Content, Kino und Tanken. 51 Prozent der Transaktionen werden im Internet (etwa Online-Shops oder Online-Banking) getätigt, der durchschnittliche Transaktionsumsatz liegt hier bei 32 Euro. Bei 35 Prozent der Transaktionen geht es ums mobile Bezahlen (etwa m-parking oder Handy-Tickets für öffentliche Verkehrsbetriebe), hier werden im Schnitt 18 Euro pro Transaktion ausgegeben. 14 Prozent der paybox-Kunden bezahlen im Handel, in Taxis oder an Tankstellen.

Die UserInnen

64 Prozent der paybox-User sind männlich, 66 Prozent zwischen 21 und 39 Jahre alt. paybox-User verfügen im Schnitt über ein um 24 Prozent höheres Einkommen als der Durchschnitt, die meisten Nutzer gibt es in Wien und der Steiermark. Die Jahresgebühr für paybox-User beträgt 15 Euro, der Disagiosatz für Händler liegt bei zwei bis drei Prozent.

Über das paybox-Bezahlsystem kann u.a. bei OMV-Tankstellen, bei den Handelsketten Cosmos und Hartlauer sowie bei 700 Zigarettenautomaten bezahlt werden, weiters funktioniert das System bei Handy-Tickets für öffentliche Verkehrsmittel in Wien, Innsbruck, Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt, bei Bahntickets in Österreich und nach Deutschland, beim Lotto am Handy sowie beim m-parking in Wien, St. Pölten, Bregenz, Stockerau, Mödling, Gleisdorf.(APA)

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