E-Commerce: Plus und Minus in KMU

22. März 2007, 14:43
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Häufig spricht die Vernunft dagegen, einen Onlinevertrieb aufzubauen - häufig aber auch Ängste

E-Commerce war vor fünf Jahren noch laufend im Gesrpäch - heute ist der Verkauf im Internet bereits zu weit in die Betriebsrealität vorgedrungen, um ihn als Zukunftsphänomen abzuhandeln.

Vernunft

Der größte Teil der KMU nützt das Internet zwar nicht für den Verkauf, sondern für Werbung, Produktpräsentation, E-Mail-Kontakt und Recherche. In vielen Fällen ist diese Beschränkung aber auch vernünftig - etwa wenn die Investitionskosten und permanenten Betriebskosten den Nutzen des Tools übersteigen.

In vielen Betrieben ist der Kundenstock gar nicht groß genug, um einen Online-Vertrieb zu rechtfertigen. Oft unterscheiden sich Kleinbetriebe von ihrer Großkonkurrenz zudem gerade dadurch, dass sie eben nicht standardisierte, preisgünstige und sofort lieferbare Produkte erzeugen, sondern Leistungen, die erst erklärt werden müssen. Diesen Zweck erfüllt das Internet nur bedingt.

Emotion

Abgesehen von diesen rationalen Argumenten gegen einen Ausbau der Internetfunktionen im Betrieb spielen aber auch emotionale Barrieren eine Rolle. Der Aufbau eines Onlinevertriebs erfordert nicht nur finanzielle, sosndern auch zeitliche Ressourcen, die dem ohnehin schon ausgelasteten Management eines Kleinbetriebs meistens fehlen. Selbst wenn die Einsicht, dass der Aufbau eines E-Commerce-Systems sich bereits in kurzer Zeit amortisiert hätte, da ist, werden oft nicht die Konsequenzen gezogen. Das Tagesgeschäft geht vor - auf Kosten der Technologie.

Gerade Zulieferbetriebe sehen sich jedoch häufig von außen gezwungen, ihr Vertriebssystem umzustellen. Sie müssen sonst am eigenen Leib erfahren, was passiert, wenn sie bei den bestehenden Strukturen bleiben: Sie verlieren Kunden und haben Schwierigkeiten, neue Abnehmer zu finden. (mas)

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