Hermesvilla wieder für Besucher geöffnet

4. November 2005, 13:37
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Restaurierung abgeschlossen - Schauräume ab 22. März zu besichtigen - Ausstellung "Tiere in der Großstadt"

Wien - Die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten lädt ab 22. März wieder zum Besuch ein. Die historischen Schauräume im 1. Stock können damit nach längerer Schließung wieder besucht werden. Im Laufe des Winters wurden in der Hermesvilla Fresken restauriert und Verbesserungen für das Publikum, etwa die Erneuerung der Sanitäranlagen, vorgenommen. Als nächste große Ausstellung zeigt die Hermesvilla ab 21. April "Tiere in der Großstadt".

Fresken restauriert

In neuem Glanz erstrahlen die Fresken im "Turmzimmer" der Kaiserin: Die zum Teil abgeblätterten Wandmalereien wurden gefestigt, Fehlstellen wurden auf Grund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse retuschiert. Anschließend wurden alle Oberflächen gereinigt. Auch die von Ernst Matsch sowie Ernst und Gustav Klimt stammenden Deckengemälde im "Elisabethsalon" wurden analysiert. Festgestellte Haftungsverluste der originalen Malerei wurden durch Festigungsmaßnahmen beseitigt.

Mehr Service für das Publikum

Die Sanitäranlagen, deren Zustand seit vielen Jahren immer wieder Anlass für negative Publikumsreaktionen war, wurden erneuert. Für die Sonderausstellungsräume gibt es ab sofort eine neue und den heutigen Standards entsprechende Museumsbeleuchtung. Um den Besuchern die Orientierung zu erleichtern, wurde ein neues Leitsystem wurde für das Innere der Hermesvilla entwickelt.

Ausstellung "Tiere in der Großstadt"

Von 21. April bis Novebmer dieses Jahres ist in der Hermesvilla die Sonderausstellung "Tiere in der Großstadt" zu sehen, die sich mit den vielfältigen und oft spannungsgeladenen Beziehungen zwischen Menschen und Tieren im urbanen Umfeld befasst. Erinnert wird an fast vergessene historische Phänomene, etwa die große Bedeutung von Nutztieren, die auch am Donauufer geweidet haben, aber auch an die Bedeutung von Tieren im Straßenplan. So sind etwa historische Hauszeichen zu sehen.

Erinnert wird auch an das "Hetztheater", in dem vor rund 200 Jahren Tiere zum Gaudium des Publikums aufeinander gejagt wurden. Auch aktuelle Themen werden angesprochen, etwa der in Wien erbitterte und mit großer Emotion geführte Kampf um die "Hundstrümmerl". Zu sehen sich auch Tierporträts aus dem 19.Jahrhundert, (un)heimliche Mitbewohner wie Ratten oder Milben, Tierteile als Mode-Asseccoires oder zeitgenössische Kunstbeiträge. Mit der Ausstellung will das Wienmuseum auf den großen Erfolg der Schau "Magische Orte" anschließen, die im Jahr 2003 40.000 Besucher in die Hermesvilla lockte. (red)

Link
Wien Museum Hermesvilla
Lainzer Tiergarten
1130 Wien
Di-So, Ftg 10-18 Uhr
Eintritt: 4 Euro
Besucherinfo: 505 87 47
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    Nach einer Restaurierungsphase in neuem Glanz ist die Hermesvilla zu besichtigen. Neben der Sonderausstellunge "Tiere in der Großstadt" laufen die Dauerausstellungen "Villa mit Grünbl., kaiserl., teilmöbl., 1350m2 Wohnfl." und "chic - Damenmode des 20 Jahrhunderts" weiter.

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